Pflegefamilie: Eltern auf Zeit

In der Schweiz wachsen rund 19’000 Kinder und Jugendliche nicht bei ihren leiblichen Eltern, sondern in Heimen oder bei Pflegeeltern auf. So zum Beispiel Michael* und Nico. Aber wie lebt es sich als Pflegefamilie?
Der fünfjährige Yari hebt sein T-Shirt hoch und fragt fast ein bisschen stolz: «Willst du mal sehen?» Zum Vorschein kommt sein vernarbter Bauch.
 
Yaris Narben sind mit ein Grund dafür, warum sich seine Eltern Karin und Thomas Bucher* für die Aufnahme eines Pflegekindes entschieden. Der Kindergärtler hatte bei seiner Geburt einen schweren erblichen Gendefekt. Eine Stammzellentransplantation machte ihn wieder gesund. Aber die Monate, die das Baby isoliert in einem Zelt im Spital verbringen musste, die Operationen, die Medikamente, die Angst – das wollten die Eltern von Yari und dessen Bruder Neo, 7, nicht nochmals erleben. Ein drittes Kind wollten sie trotzdem. «Aber die Idee einer Adoption behagte uns nicht», sagt Thomas. «Da geht es immer um viel Geld. Wir wollten uns nicht fühlen, als würden wir ein Kind kaufen.» Beim Googeln nach Alternativen stiessen sie auf die Fachstelle Pflegekind Aargau. Eine Idee war geboren. 
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