Lispeln bei Kindern: «Heute scheint die Thonne tho schön»

Das Lispeln kommt bei jüngeren Kindern häufig vor und zählt zu den weniger schweren Sprechstörungen. Eine Abklärung ist dennoch wichtig, um die Ursachen zu erkennen und die richtige Aussprache zu fördern
Wenn Kinder lispeln, klingt das für manche Erwachsenen herzig. Doch die meisten Eltern machen sich Sorgen, wenn ihr Kind die s-Laute nicht richtig ausspricht – vor allem, wenn dies die Verständigung stark stört oder das Lispeln auch nach längerer Zeit nicht verschwindet.

Typisch für Lispeln ist, dass ein Kind Zischlaute wie «s» und «z» nicht richtig ausspricht (Sigmatismus). So liegt die Zunge normalerweise ein Stück hinter den Zähnen, wenn das «s» gebildet wird. Beim Lispeln stösst sie an die Vorderzähne, sodass das «s» wie «f» oder ähnlich wie das englische «th» klingt. Das betrifft auch die Lautverbindungen «ts» und «ks», die im Deutschen in den Buchstaben «z», «x» oder «chs» vorkommen. Lispeln kann aber auch das «ch» und das «sch» betreffen (Chitismus bzw. Schetismus): Das «ch» wird dann wie «sch» oder «s», das «sch» wie «s», «ch» oder «t» gesprochen.

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