Schluss mit starren Rollen – zuhören!

Viele Eltern flüchten sich gegenüber ihren Kindern in Schauspielerei, weil sie Angst haben, die Führung zu verlieren. Dabei würden ihnen Empathie und ein echter Dialog auch helfen, Grenzen zu setzen.
Was ist der Unterschied zwischen «einer Rolle spielen» und «präsent sein für dein Kind»?  Ich gebe am besten ein Beispiel: Ein acht Jahre altes Kind kommt aus der Schule nach Hause und du merkst, dass etwas nicht in Ordnung ist, und fragst: «Was ist los?» – «Nichts!» – «Aber du siehst nicht glücklich aus! Ist was passiert?» – «Nein, es ist nicht wichtig!» – «Sag es mir doch. Ich sehe, dass etwas nicht stimmt!» – «Also, mein Lehrer war so ungerecht heute. Jemand hat das und das getan, und er hat mich dafür bestraft.»

Selbst wenn Eltern bis zu diesem Punkt präsent waren, hören in diesem Augenblick die meisten auf, zuzuhören. Sie beginnen mit der Schauspielerei und springen in die Rolle der Eltern: «Nun, dann musst du auch etwas angestellt haben!» Warum also sollte dieses Kind dir noch mal etwas anvertrauen, wenn du ihm nicht bis zum Schluss mit Empathie zuhören kannst? Niemand verlangt von dir, Partei zu ergreifen, aber du musst zunächst fürs Kind da sein – du musst dir die ganze Geschichte anhören. Und es ist völlig egal, welches nun die objektiven Tatsachen waren, die zu diesem Konflikt geführt haben: Wesentlich ist, dass das Kind sehr unglücklich ist.

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