Wie wird mein Kind tolerant im Netz? - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

Wie wird mein Kind tolerant im Netz?

Lesedauer: 4 Minuten

Nichts repräsentiert unsere Vielfalt so treffend wie das Internet. Im besten Fall erweitern soziale Medien unseren Horizont, im schlechtesten fördern sie Scheuklappendenken. Sicher ist: Wenn wir Kindern Toleranz beibringen wollen, müssen wir uns selbst darin üben.

Soziale Netzwerke können nicht nur einen entscheidenden Beitrag zur Toleranz leisten, sie sollten dies unbedingt auch tun. Wenn Sie jetzt zusammenzucken, kann ich das gut verstehen.

Doch wer soziale Netzwerke nur mit Facebook, Tiktok & Co. gleichsetzt, erliegt einem Trugschluss. Schliesslich leben wir alle in sozialen Netzwerken wie Familie, Freundeskreis, Klassenkameraden, den Kollegen, dem Sportverein und vielem anderen.

Kinder und Jugendliche wachsen in diesen Sozialgemeinschaften mit deren jeweiligen Werten auf. Zwar müssen die darin vermittelten Überzeugungen nicht immer richtig sein, aber prägend sind sie auf jeden Fall. Werden Kinder beispielsweise in einem liberalen, konservativen oder anderweitig ideologisch gefärbten Elternhaus gross, hat das grossen Einfluss auf ihre Toleranzentwicklung im Alltag – und im Netz.

Das Smartphone wird zum digitalen Türspion, der jenseits von Elternhaus und Freundeskreis Einblicke in andere Lebenswelten gewährt.

Lange Zeit schien Toleranz allein an den Begriff der Geduld gekoppelt zu sein. Das hat vor allem mit dem lateinischen Ursprung des Wortes, «tolerare», also erdulden, zu tun. Wir Eltern kennen diese Form, wenn Kinder zum Beispiel so lange lauthals durch die Wohnung toben, bis wir der Sache ein Ende setzen. 

Diese Deutung von Toleranz ist jedoch längst überholt. Heute verstehen wir unter dem Terminus eine Gleichrangigkeit und Begegnung auf Augenhöhe: Zwei Personen können so unterschiedlicher Ansicht sein und dennoch die jeweils andere Meinung respektieren.

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