Mediennutzung

Wer darf – und wer darf nicht?

Kinder unterschiedlichen Alters haben unterschiedliche Bedürfnisse. Streit
droht, wenn es um Handy oder Fernseher geht: Jüngere Geschwister fordern dieselben Rechte wie die grossen Brüder und Schwestern. 
Text: Michael In Albon
Bild: Frisch Fotografie

In Zusammenarbeit mit Swisscom
Da ist erst mal die Faustregel 3-6-9-12: kein Bildschirm unter drei Jahren, keine eigene Spielkonsole vor sechs Jahren, kein Internet (auch nicht beaufsichtigt) vor neun Jahren und kein unbeaufsichtigtes Internet vor zwölf Jahren.

Mit Hilfe dieser Regel können Eltern ihrem Nachwuchs gut erklären, warum ein Kind etwas darf und das andere noch warten muss. Ob sich das genauso umsetzen lässt, müssen Eltern individuell entscheiden. Denn: Für logische Argumente interessiert sich das jüngere Ge-schwister eher selten. Es will auch! Um Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen, sollten sich Eltern daher ei­nige Strategien überlegen.

Mehr Rechte bedeutet gerade für ältere Geschwister auch: mehr Pflichten. Wer ein eigenes Handy bekommt, sollte sich das mit einem Ämtli verdienen. Diese Mehrleistung könnte man dem jüngeren Geschwister mit dem Ätsch-Faktor beliebt machen: Du musst dafür nicht den Abfall raustragen.

«Du bist noch zu klein» ist ein Argument, das niemand gerne hört. Häufig bringt es mehr, die Ablehnung zu begründen oder eine Alternative zu bieten. Ablenkung ist ohnehin immer ein guter Weg, einen Konflikt nicht eskalieren zu lassen. Hilfreich ist, wenn das ältere Geschwister sein Privileg nicht auch noch provozierend vorführt, was ja leider oft sehr verlockend ist.
Ein häufiger Vorwurf: «Du hast meinen Bruder/meine Schwester lieber als mich, das ist so gemein!» Hier hilft ein flapsiges «neinei» nicht unbedingt weiter. Viel eher schon eine liebevolle Umarmung und etwas Extrazeit für die Kleinen. So fühlt sich das jüngere Geschwister wichtig und geliebt, und auch für die Eltern ist so eine Extrazeit durchaus erstrebenswert.

Eltern wissen: Geschwister finden immer einen Grund, um zu streiten. Sei es, weil die Portionen auf dem Teller nicht gleich gross sind oder halt, weil das ältere Geschwister mehr Privilegien im Umgang mit Handy oder Internet hat. Das ist vielleicht in den Augen des Betroffenen «voll gemein». Aber so ist das Leben. Auch das ist eine Lektion, die Kinder lernen müssen.

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swisscom.ch/medienstark

Michael In Albon ist Jugendmedienschutzbeauftragter und Medienkompetenzexperte von Swisscom.

Der Eintritt in den Kindergarten ist ein grosser Schritt für Kinder und Eltern. Das ElternMagazin Fritz+Fränzi möchte Sie dabei begleiten und Ihnen mit mit unserem Kindergartenmagazin «Endlich Chindsgi» mit Rat und Informationen zur Seite stehen. Das Heft kann als Einzelausgabe hier bestellt werden. 
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