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Mediennutzung

Gesundheitsbewusst? App-solut!

Gesundheits-Apps sind die neuen Medizinratgeber, Ernährungsberater und Bewegungstrainer – für Erwachsene. Sind sie auch für Kinder und Jugendliche geeignet? 
Text: Michael In Albon
Bild: dolgachov
Zehntausende Gesundheits-Apps tummeln sich in den Stores von Android und Apple. Verführerisch. Doch Apps können nur unterstützen und keine eine eindeutige Diagnose liefern. Ich habe einige nützliche Apps für Eltern, Kinder und Teenager herausgesucht und nenne Ihnen am Schluss des Beitrags drei Prüfmerkmale für Apps.

Zweiteiler für junge Familien

Die App «Baby & Essen» bietet Eltern einen Essensfahrplan und nennt die Entwicklungsschritte im ersten Lebensjahr mit Tipps für den Alltag. Stillende Mütter erhalten Ernährungstipps und Informationen zur Allergievorbeugung. Die Fortsetzung «Kind & Essen» unterstützt mit Ratschlägen zu gesunder Ernährung und gesundem Aufwachsen von eins bis drei. Den App-Zweiteiler gibt es kostenlos für iOS und Android.

Medizinratgeber

Die App «Homöopathie für Kinder ist ein Nachschlagewerk. Die Schnelldiagnose hilft, eine passende homöopathische Auswahl zu treffen. Dafür berücksichtigt die Medizin-App typische Kinderbeschwerden wie Schnupfen, Husten oder Fieber. Sie bietet zudem Erste-Hilfe-Informationen bei ansteckenden Kinderkrankheiten und Verletzungen sowie ein Globuli-Glossar. Die App gibt es für iOS als Lite-Version gratis, die Vollversion für vier Franken.

Lern-App Anatomie

Die preisgekrönte App «Der menschliche Körper» ermöglicht mit einfach gehaltenen, animierten Bildern anatomische Einblicke in sechs Themengebiete: Skelett, Muskeln, Nerven, Kreislauf, Atmung und Verdauung. Textfelder mit entsprechenden Informationen kann man sich einblenden lassen. Ausserdem gibt es interaktive Module zu Herz, Gehirn und Auge. Die App ist für iOS erhältlich, als Lite-Version kostenlos, als Vollversion für vier Franken.
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Bewegung und Ernährung

Die App «Gorilla Schweiz» gibt Jugendlichen Tipps für mehr Bewegung, ausgewogene Ernährung und nachhaltigen Konsum. Freestyle-Pro s zeigen in kurzen Filmen Basics und Tricks in den Sportarten Slalomboarden, Streetskaten, Breakdance, Bike, Frisbee, Freeski und Footbag. Und Kochvideos unterstützen Teenager beim Zubereiten von leckeren Gerichten. Die App gibt es kostenlos für iOS und Android.

Navigation im App-Wald

Beim Entscheid, ob eine App etwas taugt, hilft Medienkompetenz. Und da sind einmal mehr die Eltern als Vorbilder und Wegbereiter gefragt. Längst nicht alle Gesundheits-Apps wurden von Fachleuten erstellt. Deshalb empfehle ich, vor dem Download ein wenig nachzuforschen. Und zwar so: In den App-Stores von Android oder Apple finden Sie und Ihre Teenager kurze Angaben zur App und einen Link auf die Website des Anbieters. Prüfen Sie hier folgende drei Merkmale.

  1. Klicken Sie ins Impressum: Wer steckt hinter der App? 
  2. Suchen Sie die Quellenangaben: Von welcher Organisation oder aus welchem Kreis von Fachleuten stammen die Informationen und Empfehlungen? 
  3. Datenschutz: Welche persönlichen Daten von Ihnen werden gespeichert?


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Michael In Albon ist Beauftragter Jugendmedienschutz und Experte Medienkompetenz von Swisscom.

Auf Medienstark finden Sie Tipps und interaktive Lernmodule für den kompetenten Umgang mit digitalen Medien im Familienalltag.
swisscom.ch/medienstark

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