Mütter-Facebookgruppen: Nicht allein, sondern online

In der Facebookgruppe Basler Mamis 2.0 leisten sich Mütter gegenseitig moderne Nachbarschaftshilfe und bieten moralische Unterstützung. Dabei scheinen sie manchmal zu vergessen, dass man im Netz nie anonym ist.
Es ist in der Schweiz kein seltenes Bild: Die frischgebackene Mama sitzt allein mit einem Baby und vielen neuen Fragen zu Hause. «Ist dieser Ausschlag normal?», «Warum weint das Kleine die ganze Zeit?», und wenn das Kind dann grösser ist: «Wie löst man nur diese Matheaufgabe?», «Wie krieg ich meinen Teenager vom Handy weg?» oder auch einfach nur «Es regnet! Was sollen wir mit diesem Tag anfangen?».

Manche dieser Fragen drängen. Man kann nicht warten, bis man eine Mama mit Kindern im ähnlichen Alter trifft. Genau für solche Situationen gebe es Facebookgruppen wie die Basler Mamis 2.0, wie deren Gründerin erklärt. Hier antwortet nicht nur eine, hier stehen rund 3800 erfahrene Mamis bereit. «Wir sind besser als Google», behauptet Sandra Hof­stetter und führt aus: «Bei uns be­­kommen die Mamis eine Antwort auf jede Frage. Und wir bringen unsere geballte Erfahrung mit ein.»

Die 36-Jährige hat die aktivste regio­nale Facebookgruppe für Eltern in der Schweiz (siehe Box unten) vor sieben Jahren ins Leben gerufen. Heute wird die Gruppe von fünf Administratorinnen betreut. Jede steckt täglich ein bis zwei Stunden Arbeit in diese ehrenamtliche Aufgabe – oft noch neben Berufstätigkeit und Kindererziehung.

Foto: Das Bild zeigt Sandra Hofstetter (links) und Nicole Thomann mit dem Pin der Basler Mamis 2.0

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