Ana und Mia – kein Hunger auf Leben

Zahlreiche Blogs und Gruppen in sozialen Netzwerken verherrlichen und verharmlosen Essstörungen wie Anorexie – sie werden als erstrebenswerter Lifestyle präsentiert.
In der Schweiz leidet jedes fünfte Mädchen an einer Essstörung. Mit Hilfe von digitalen Medien schliessen sich viele Betroffene in Pro-Anaoder Pro-Mia-Gruppen zusammen. Dabei steht Ana für anorexia nervosa, Magersucht, Mia für bulimia nervosa, Ess-Brech-Sucht.

Die Angebote tragen bewusst freundlich klingende Namen. Sie werden meist von Menschen mit Essstörung betrieben, die weder Heilung noch Therapie wünschen. Im Gegenteil: Sie erheben Magersucht zum Lifestyle, betreiben Anorexie mit Hingabe und begeben sich immer tiefer in die Sucht hinein.

So bestätigen sich die jungen Frauen etwa darin, dass es ihnen auf ihrem Weg zum Traumgewicht schlecht geht, sich die Tortur aber lohnt. Dafür stellen sie typischerweise Gesetze, Glaubensbekenntnisse oder zehn Gebote auf, die nur eines predigen: Dünnsein steht über allem – auch über der Gesundheit.

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