Zu Besuch in der Asylschule

Sie kennen oft noch nicht einmal unser Alphabet, wissen nicht, wie lange sie in der Schweiz leben werden – sollen aber in wenigen Wochen fit gemacht werden für den Unterricht in der Regelschule. Wie geht das? Zu Besuch in einer Asylschule.
Morgens kurvt ein kleiner Bus das steile Strässchen herauf, durch das Gelände des Kantonsspitals. Vor dem letzten Gebäude am Waldrand bleibt er stehen und spuckt eine Gruppe Schülerinnen und Schüler mit bunten Rucksäcken aus. Sie eilen vorbei am Empfang des Asylzentrums und am Büro, vor dem Asylbewerber sitzen, warten, laut diskutieren. Die Kinder sind spät dran an diesem Morgen, weil ihr Schulbus im Stau stand. Hektisch ziehen sie ihre Jacken aus, verteilen sie auf die Haken an der Wand und huschen ins Klassenzimmer. Dort sitzen ihre Mitschüler bereits über ihren Aufgaben gebeugt. Sie hatten einen kürzeren Schulweg: von den oberen Stockwerken des Asylzentrums ins Erdgeschoss. Die Lehrerinnen nehmen die verspätete Ankunft der Schulbuskinder aus den anderen Asylzentren gelassen hin. Die Ausnahmesituation ist hier der Normalfall.
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