«Chemie zeigt Dinge, die wir nicht sehen können» - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi
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«Chemie zeigt Dinge, die wir nicht sehen können»

Lesedauer: 1 Minuten

Jessica Kurmann, 20, aus Mosen LU, wollte nach der Matur nicht gleich studieren. Dank ihrer Lehre als Laborantin EFZ Fachrichtung Chemie kann sie nun ein Jahr in den USA arbeiten.

Text: Stefan Michel
Bild: Gabi Vogt

«Ich hatte immer gute Noten in der Schule, deshalb war für mich klar, dass ich ins Gymnasium gehe. Ich hätte auch nicht gewusst, welchen Beruf ich lernen möchte. Im Gymi merkte ich, dass ich Chemie studieren will. Sie zeigt Dinge, die wir von blossem Auge nicht sehen können, sie liefert Antworten, die uns helfen, zu verstehen, warum Dinge so sind, wie sie sind. Als ich die Matur machte, war ich noch nicht ganz 18 Jahre alt und traute mir nicht zu, gleich an der ETH zu studieren. Deshalb suchte ich eine Lehrstelle als Chemielaborantin. Ich konnte das recht entspannt angehen – hätte ich keine gefunden, wäre ich halt doch studieren gegangen.

Bei Novartis fand ich meine Wunsch-Lehrstelle. Ich konnte auch gleich in ein Wohnheim für Lernende ziehen. Das war ein grosser Schritt, aber ich wollte sowieso selbständiger werden. Die Lehre werde ich demnächst abschliessen. Novartis hat mich ausgewählt, ein Jahr lang in einem ihrer Labore in den USA zu arbeiten. Danach werde ich an der ETH Chemie studieren. Bis zum Doktortitel wird mich das zehn Jahre beschäftigen.»

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Stefan Michel
ist freier Journalist und Texter und lebt mit seiner Partnerin und zwei Kindern in Zürich.

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