Wie Eltern und Gene prägen

Wie ein Kind sich entwickelt, hängt von einem komplexen Zusammenspiel zwischen seinen Erbanlagen und Umweltfaktoren ab. Darüber, wie gross der elterliche Einfluss dabei ist, gehen die Expertenmeinungen auseinander.
Dass Kinder ihr Verhalten nach Vorbildern ausrichten, lässt sich auf biologische Ursachen zurückführen. So nehmen die Spiegelneuronen des Gehirns nicht nur Bewegungen und Geräusche wahr, sondern stimulieren auch deren Nachahmung. Deshalb imitieren Kleinkinder Gestik und Mimik ihres Gegenübers: Sie blinzeln zurück, schneiden die gleichen Grimassen, strecken ebenfalls die Zunge raus oder singen Liedzeilen nach. Sie richten ihr Verhalten nach Menschen aus, die ihnen vertraut sind.

«Es sind Biologie und Umwelt, die das Verhalten kleiner Kinder prägen», stellte der dänische Familientherapeut Jesper Juul fest. «Ein Säugling kommt mit einem Potenzial an Millionen möglicher und unterschiedlicher Hirnstrukturen auf die Welt. Wie diese sich ausprägen, hängt in grossem Mass von den zwischenmenschlichen und sozialen Erfahrungen des Kindes ab. Entscheidend dafür sind auch Charakter und Temperament des Kindes.»
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