Was ist ein Erziehungsfehler?

Kürzlich fragte mich jemand: «Fabian, ich habe gelesen, dass Eltern nichts mehr stresst als der Gedanke, bei der Erziehung gravierende Fehler gemacht zu haben. Aber gibt es das tatsächlich, Erziehungsfehler? Wer definiert, was als Fehler gilt? Und lassen sich solche Fehler wieder ausbügeln?» Drei gute Fragen.
Ich bin kein Verfechter einer bestimmten Erziehungsideologie oder -methode. Für mich ist Erziehung dann gelungen, wenn sie dazu beiträgt, dass Kinder als Erwachsene sagen können: Ich kenne mich, ich kann mich selbst annehmen, ich weiss, was ich möchte, ich bin in der Lage, mit anderen Menschen gute Beziehungen aufzubauen und die Welt um mich herum in positiver Weise mitzugestalten.

Was ein Erziehungsfehler ist, möchte ich daher auch nicht an einer bestimmten Erziehungsideologie festmachen. Aber wir können einen Blick in die Therapiezimmer werfen und uns fragen: Welche Erfahrungen mit den eigenen Eltern waren so verletzend, dass sie Menschen auch als Erwachsene nicht loslassen, ihnen die Lebensfreude stehlen und sie psychisch krank machen?

Wenn wir uns diese Frage stellen, stossen wir fast unweigerlich auf eine Reihe von psychologischen Grundbedürfnissen, die jeder Mensch hat. Werden diese über längere Zeit verletzt, kann dies gravierende Folgen für die Entwicklung eines Menschen haben. Zu diesen Grundbedürfnissen zählen beispielsweise das Bedürfnis nach Sicherheit, Bindung, Autonomie, Wertschätzung und Kompetenz.

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