Ich snap dir!

Teenager sind begeistert, Erwachsene ­verstehen es nicht. Snapchat ist der digitale Hype der jugendlichen Stunde. Wieso ­eigentlich?
Für Teenager scheint die App mit dem niedlichen Geist auf gelbem Grund unverzichtbar. Das Spe­zielle: Die versendeten Bilder können nur für ganz kurze Zeit angeschaut werden, dann verschwinden sie wieder. Laut der JAMES-Studie 2016 zum Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen hat Snapchat bei den Jüngeren inzwischen Facebook hinter sich gelassen. Die Anwendung zählt bei den Befragten zwischen 12 und 19 Jahren mit Instagram und WhatsApp zu den drei meistgenutzten Social-Media-Apps. 80 Prozent haben ein Konto bei Snapchat.

Mit Snapchat haben Jugendliche einen digitalen Ort gefunden, an dem sie sich ausleben können, weil diese Plattform noch weitgehend frei von Eltern und anderen Erwachsenen scheint. Viele Teenager nutzen die App für Schnappschüsse, sogenannte Snaps. Sie schiessen Fotos und legen Filter drauf – etwa fürs Gesicht oder die Umgebung. Damit können sie sich, dem Freund oder der Freundin einen Blumenkranz oder einen Schnauz verpassen. Sticker, Malereien, Texte, Uhrzeit, Datum, Temperatur und Ort hinzufügen. Und besonders spannend für die Jugendlichen: Sitzen zwei Personen nebeneinander, können sie mittels der Funktion Swap-Face die Gesichter vertauschen.

Die Bilder oder kurzen Video­sequenzen werden anschliessend direkt an Freunde verschickt oder in die sogenannte «Story» gepackt. In dieser können die Nutzer im Laufe des Tages Inhalte sammeln und so eine Geschichte erzählen, die sich die Freunde ansehen können.
Artikel kostenlos weiterlesen

Registrieren Sie sich gratis und profitieren Sie:

  • Begrüssungsgeschenk: Wahl aus 150 Angeboten
  • Unbegrenzter Zugriff auf über 2’000 Artikel
  • Artikel merken und Lesezeichen speichern
  • Elterntipps und wertvolle Unterstützung
  • 100% kostenlos für Sie
Jetzt Registrieren