«Ich stottere – na und?» - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

«Ich stottere – na und?»

Lesedauer: 10 Minuten
Etwa fünf Prozent aller Menschen stottern im Laufe ihres Lebens. Das kann viele Ursachen haben. Im Stottercamp am Bodensee lernen jugendliche Stotterer, souverän mit ihrem Handicap umzugehen und ihr Sprechen zu verbessern. Ein Camp-Besuch.
Am schlimmsten ist es, wenn alle durcheinanderreden, Unruhe herrscht, er aber noch etwas zu sagen hat. Dann gerät Silvan unter Druck. Und die Worte in seiner Kehle ins Stocken. Mit aller Kraft presst er sie nach oben über seine Zunge, hinaus ins Freie. Wa-wa-wartet doooo…ch mal. Freiwillig folgen die Worte ihm nicht. Das taten sie nie. Silvan Vögele, 15, aus Brugg AG stottert seit seinem dritten Lebensjahr.

«Noch vor einem Monat hat mich das so genervt, es war mir mega peinlich», sagt der Teenager langsam, bemüht deutlich, klar. Silvan sitzt auf der Wiese im Schatten eines grossen Baumes. Der Blick schweift hinab über die hügelige Landschaft. Von hier oben kann er den Bodensee sehen. Eine Woche besucht er zusammen mit elf weiteren Jugendlichen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich das Stottercamp in Tägerwilen TG. Veranstalter sind die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich HfH sowie die Medizinische Akademie Freiburg im Breisgau.

Artikel kostenlos weiterlesen

Gratis registrieren und profitieren:

  • Begrüssungsgeschenk
  • Zugriff auf alle Artikel
  • Artikel speichern & später lesen
  • Teilnahme an Verlosungen
Sie sind noch nicht registriert? Hier geht's zur Registration