Wir haben uns mit der Gamesucht ins Aus gespielt …

Benjamin Marbach und Gabriel Bernet* haben als Jugendliche gegamt, bis sie keine Freunde mehr hatten und nicht mehr aus dem Haus wollten. Heute sind sie erwachsen und machen eine Therapie in einer psychiatrischen Klinik in Basel. Mit uns haben sie über ihre Gamesucht gesprochen.
(*Namen geändert)
«Es war Liebe auf den ers­ten Blick», sagt Benja­min Marbach und lacht. «Als ich das erste Mal einen Gameboy in die Hand genommen habe, war es um mich geschehen.» Mit der Zeit wurde der Gameboy abgelöst durch Nintendos, Playstations, später Computer, noch später das Smart­phone. Heute ist Benjamin Marbach Patient auf der neuen Station für Verhaltenssüchte der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel. Eines Tages hat er die Not­bremse gezogen. Er vebrachte jede wache Minute vor dem Bildschirm: kein Job, keine Zeit, nur spielen, über Monate hinweg. Heute ist Ben­jamin Marbach 34 Jahre alt.

Gabriel Bernetist 23 Jahre alt. Er ist seit fünf Jahren in Therapie. Auch bei ihm hat sich das Computerspielen zur Sucht entwickelt. Zu einer Sucht, die ihn völlig in Beschlag nimmt, wenn er ihr den Platz lässt. Seine Teenagerjahre hin­ durch ist Gabriel stundenlang vor dem Computer gesessen, tagtäglich. «Früher war ich auch noch oft mit Freunden unterwegs», erzählt er. «Das hat sich nach und nach geän­dert, bis ich die Freunde sogar ange­logen und Ausreden gesucht habe, wenn sie mich gefragt haben, ob ich rauskomme.»

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