Tipps gegen Zeckenstiche
Arztbesuch

Hilfe! Zecken! Was tun? 

Sie sind einer der unbeliebtesten Zeitgenossen und ihr Stich birgt Gefahren: die Zecke. Aber ist die Zecke in jedem Fall gefährlich und wie kommt sie überhaupt auf den menschlichen Körper? Wir räumen mit Mythen auf und haben Tipps zur Vorbeugung und zur Behandlung, wenn es schon passiert ist.
Text: Hanna Lauer
Bild: Pixabay.com/JerzyGorecki


Die Fakten & Mythen

Die bekannteste Art der Schildzecken ist der «gemeine Holzbock». Dieser bevorzugt neben Wild- und Haustieren auch den Menschen als potenziellen Wirten. Besonders aktiv sind die Tiere im Frühsommer ab April und Mai und das bis Juli. Sie mögen Feuchtigkeit und Wärme. Wird es jedoch zu heiss und trocken kriechen sie zurück in die Laubschicht. 

Auch wenn der Frühsommer die Hauptsaison der Winzlinge ist, werden sie auch im Herbst nochmals so richtig aktiv. Und sogar im Winter muss man theoretisch mit einem Zeckenstich rechnen, vorausgesetzt die Temperaturen sind mild. Denn Zecken werden ab einer Temperatur von sieben Grad aktiv.

Sie sitzen auf Gräsern, Zweigen und niedrigen Büschen bis maximal 1,50 Meter und fallen nicht vom Baum, wie viele Menschen denken. Sobald ein geeigneter Wirt vorbeiläuft, streift sich die Zecke ab und sucht sich einen warmen feuchten Platz auf dem menschlichen Körper. Bevorzugte Regionen sind: Achseln, Kniekehlen, Pofalte, Leisten und hinter den Ohren. 
Der Holzbock ist blind! Er nimmt uns wahr über chemische Reize.
Ute Mackenstedt, Deutschlands oberste Zecken-Expertin (Quelle: Magazin Süddeutsche Zeitung)
Bei Kindern finden man sie oft auch auf dem Kopf. Das liegt daran, dass Kinder kleiner sind und die Tiere beim «Wirt-Selecting» eher die Haare als Arm oder Bein des Kindes erwischen. Zudem ist die Zecke blind und sucht sich ihre Wirte über chemische Reize aus. Riecht jemand zum Beispiel streng nach Schweiss, wird sie diesen Wirt tendenziell meiden.

Sobald die Zecke die geeignete Stelle am menschlichen Körper gefunden hat, legt sie los.  Mit einem Stechapparat, der kleine Widerhaken trägt, verankern sie sich. Zudem produziert das Tier, das übrigens keinen Kopf hat, eine Art Schnell-Zement, mit dem der Stechapparat in der Haut fixiert wird. Dabei wendet sie einen besonderen Trick an: Ihr Speichel unterdrückt das menschliche Schmerzempfinden sowie unsere Blutgerinnung, darum merken wir auch nicht, dass wir gestochen wurden.

Auch wenn viele Menschen Angst vor einem Stich haben: Nicht jede Zecke überträgt die Krankheiten Borreliose und FSME, wobei die erste sehr viel häufiger auftritt. Wichtig ist, dass die Zecke so rasch wie möglich entfernt wird und bei Symptomen wie grösserem Hautausschlag oder grippeartigen Beschwerden ein Arzt aufgesucht wird.

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