Mysteriöse Krankheit bei Kinderzähnen: MIH - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

Mysteriöse Krankheit bei Kinderzähnen: MIH

Lesedauer: 14 Minuten

Seit einigen Jahren breitet sich hierzulande die Zahnkrankheit MIH aus – bis zu 20 Prozent der Kinder sind betroffen. Die Zahnärzte stehen vor einem Rätsel.

Text: Claudia Fässler
Bild: Margie / Photocase.de

Die Zahngesundheit ist ein grosses Thema hierzulande. Mütter- und Väterberaterinnen und Schulzahnpflege-Instruktoren haben ab dem Kindergartenalter die Zahnpflege der Kleinen im Blick. Das hat dazu geführt, dass in den vergangenen 40 Jahren das Auftreten von Karies bei Schulkindern in der Schweiz um 90 Prozent reduziert werden konnte. 

Doch es bleibt keine Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Im Gegenteil: Ein neuer Feind macht sich breit in den Kindermündern – die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation, kurz MIH. Ist ein Kind betroffen, wurden seine ersten bleibenden Backenzähne nicht richtig mineralisiert.

Der Zahnschmelz ist oft brüchig oder fehlt ganz. Backenzähne werden fleckig und bröckelig, mitunter brauchen bereits Grundschüler Stahlkronen. Und das in einem ansonsten völlig gesunden Gebiss.

Beschrieben worden ist die MIH erstmals 1987, gut 15 Jahre später waren etwa fünf Prozent der Kinder betroffen. Aktuellen Studien zufolge leiden inzwischen 20 Prozent der Kinder in Deutschland unter MIH, bei den 12-Jährigen sind gemäss der Mundgesundheitsstudie sogar knapp 30 Prozent von dieser Strukturanomalie betroffen.

Die Zahlen schwanken stark, da die Studien sehr heterogen angelegt sind. Hinzu kommt: Ein ungeübtes Auge kann Karies mit MIH verwechseln – und umgekehrt. 

Lesen Sie hier weiter und erfahren Sie mehr über die mysteriöse Zahnkrankheit.

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