Schule zwischen Heft und Tablet

In der Projektschule Arth-Goldau müssen Smartphones und Tablets bei Stundenbeginn nicht weggepackt werden. Sie sind fester Bestandteil des Unterrichts. Wie verändert dies das Lernen? Wir haben zugesehen und nachgefragt.
Planarbeit im Hofmattschulhaus Arth: Auf den Tischen der 5. Klasse liegen Tablets und Smartphones. Viele der meist 12-jährigen Schüler tragen Kopfhörer. Manche lümmeln auf der Fensterbank herum. So wie Rico. Er schaut gerade auf seinem persönlichen Tablet ein YouTube-Video, in dem man Hockeyspieler über das Eis sausen sieht. Surft da jemand während des Unterrichts heimlich im Internet? «Nein», sagt er empört und zeigt auf das Aufgabenblatt.

Und tatsächlich steht dort geschrieben: «Scannt den QR-Code Eishockey. Schaut das Video und beantwortet die Fragen.» Hier geht es nicht nur einfach ums Filmchen-Gucken, denn die Fragen zum Video haben es in sich: Neben Verständnisfragen sollen die Schüler reflektieren, was einen guten Schiedsrichter ausmacht, und ob sie sich vorstellen könnten, Schiedsrichter zu werden. Am Schluss der Unterrichtseinheit werden sie darüber als Klasse mit ihrem Lehrer Christof Tschudi diskutieren. Aber noch sitzen sie über ihre Geräte gebeugt. Die Eishockeyaufgabe ist ja nur eine von vielen an diesem Vormittag.

Auf manchen Tischen liegen Schulhefte neben dem Gerät. Kumaran hört sich einen Text auf Französisch an, den der Lehrer für die Klasse in der virtuellen Dropbox hinterlegt hat. Gleichzeitig liest er ihn im Arbeitsheft mit und stoppt, um in einer Vokabel-App die Wörter nachzuschlagen, die er nicht kennt. Diese schreibt er wiederum mit dem Bleistift ins Heft.

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