Papa-Tipps vom Profi

Väterforscher und Vater Wassilios Fthenakis sagt, was Männern im Alltag helfen kann, ihre Beziehung zum Nachwuchs zu stärken. 
Ermöglichen Sie Exklusivzeit.
Räumen Sie jedem Kind exklusive Papa-Zeit ein – etwa, indem Sie allein etwas mit dem jeweiligen Kind unternehmen oder gemeinsam ein Ritual pflegen. Jedes Ihrer Kinder braucht das Gefühl, dass es eine einzigartige Beziehung zu Ihnen hat. 

Seien Sie zärtlich, auch wenn die Kinder schon gross sind.
Väterliche Nähe und Wärme zu erfahren ist wichtig, selbst und gerade im Teenageralter. Oft hat die Mutter die Rolle, Zärtlichkeiten zu verteilen. Egal, wie gut sie das macht, ist diese Auf­gabenteilung nicht sinnvoll. Bieten Sie Ihren Kindern als Vater ebenso Trost und Zuwendung, körperlich wie verbal.

Stellen Sie Gemeinsamkeit her.
Insbesondere bei grösseren Kindern sind Väter mitunter unsicher, wie sie nach Abwesenheit die Verbindung zu ihnen wieder aufnehmen sollen, da der Nachwuchs ihre Rückkehr häufig nicht bemerkt. Ergreifen Sie die Initiative und versuchen Sie, an der Tätigkeit Ihres Kindes teilzunehmen. Etwa, indem Sie sich beim Spiel, beim Zeichnen oder Musikhören dazusetzen. Vermeiden Sie allgemeine Fragen («Was hast du heute gemacht?»), beziehen Sie sich auf Konkretes – die Tätigkeit, der Ihr Kind gerade nachgeht, das Vorhaben, von dem es gestern berichtet hat, das Fussballspiel vom Nachmittag.

Nehmen Sie an einem Eltern-Kind-Programm teil.
Das Vater-Kind-Turnen oder ein gemeinsamer Kochkurs kann dazu beitragen, dass Sie regelmässig Zeit mit Ihrem Kind verbringen und ihm uneingeschränkte Aufmerksamkeit schenken. Zudem können Sie so Kontakte zu anderen Vätern knüpfen.

Nehmen Sie Ihre Kinder zur Arbeit mit. 
Warum Sie aus beruflichen Gründen nicht immer verfügbar sind, verstehen Kinder besser, wenn sie einmal konkret sehen können, was Papa arbeitet. Geben Sie Ihrem Nachwuchs einen Einblick, wenn Sie können. Nicht alle Berufe sind für Kinder so gut zugänglich wie Arzt oder Bauarbeiter, es kann jedoch nur schon spannend sein, den Arbeitsort zu besichtigen.

Etablieren Sie eine Sorgenzone.
Nicht immer gelingt es, nach der Arbeit abzuschalten und mit voller Aufmerksamkeit beim Kind zu sein. Der Rat, sich einfach nicht zu sorgen, bringt nicht viel – was helfen kann, ist eine Vereinbarung mit sich selbst: Genehmigen Sie sich einen bestimmten Zeitabschnitt, der für Sorgen reserviert ist. Ob Sie dafür 15, 30 Minuten oder eine Stunde benötigen, ist egal. Der Clou ist, innerhalb des definierten Zeitabschnittes Ihren Sorgen nachhängen zu können – so dass sie nicht auf die Familienzeit übergreifen und diese beeinträchtigen.
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