Sechs Vorurteile über Trennungsfamilien

Eine Trennung ist immer traumatisch für Kinder, alles ist besser als alleine erziehen, etc. Sechs Vorurteile über Trennungsfamilien – und wie es wirklich ist.
  •  Immer mehr Kinder wachsen als Scheidungskinder auf.
    Zwar ist die Scheidungsrate von 1970 bis heute von 15 auf 41 Prozent gestiegen. Trotzdem wächst die grosse Mehrheit der Kinder heute mit beiden Elternteilen auf. Nur 10 Prozent der unter 18-Jährigen leben in einem Einelternhaushalt, bloss 2,6 Prozent in einer Patchworkfamilie. Grund: Am höchsten ist die Scheidungshäufigkeit im mittleren Lebensalter, wenn die Kinder schon aus dem Haus sind. Der Trend zur späten Scheidung trägt also dazu bei, dass weniger minderjährige Kinder betroffen sind. 
  • Eine Trennung ist für Kinder immer schlimm.
    Zwar geht es Scheidungskindern im Schnitt tatsächlich schlechter als Kindern von intakten Familien. Der Grund dafür ist gemäss Langzeitstudien aber nicht die Trennung an sich, sondern deren Folgen: Verlust eines Elternteils, Streit oder Geldprobleme.
  • «Gute» Trennungen sind selten.
    Studien zeigen, dass schweizweit nur knapp 15 Prozent der Scheidungen hochstrittig sind. In weiteren rund 15 Prozent der Fälle erfolgt die Trennung harmonisch. Bei der grossen Mehrheit jedoch, in rund 70 Prozent der Fälle, ist die Anfangszeit schwierig, doch schliesslich schaffen es die Eltern, die Beziehung aufzulösen, die Familie aber neu zu organisieren.
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