Wie kann ich ein gutes Vorbild sein?

Oft werden Eltern mit dem Vorwurf konfrontiert, ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht zu werden. Unser Kolumnist plädiert für einen entspannteren Umgang und mehr Mut zu Fehlern und Authentizität.
Plötzlich ertönt ein Klingelton. Mitten im Theaterstück. Irgendein Idiot hat vergessen, sein Handy auszuschalten. Blöd, wenn dann die Teenagertochter ihre Hand auf meinen Arm legt und nur ein Wort flüstert: «Papa!»

Der Idiot – das bin ich. Schon wieder.

Früher schien die Sache mit der Vorbildfunktion einfacher. Der Fernseher wurde erst eingeschaltet, wenn die Kinder im Bett waren. Und mit Videospielen verhielt es sich noch simpler: Die meisten Eltern spielten keine.

Seit dem Einzug des Smartphone in unser Leben ist es schwieriger geworden, ein gutes Vorbild zu sein. Schlimmer noch: Zum ersten Mal in der Geschichte der Medien verlangen Eltern von ihren Kindern, dass sie mit dem Handy etwas können, zu dem wir selbst nicht in der Lage sind: zu widerstehen.

Beim Fernsehen haben wir gelernt, ihn nicht schon morgens einzuschalten, sondern erst, wenn wir Zeit dazu haben. Aber der Fernseher macht auch nicht von selbst auf sich aufmerksam. Im Gegensatz zum Smartphone, das mit Klingeln, Brummen und Vibrieren alles jederzeit unterbricht. Daran haben wir uns leider gewöhnt.

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