Jugend 2016: Realistisch. Pragmatisch. Angepasst. 

Noch nie war die Welt, in der sich junge Menschen zurecht
finden
 müssen, so unübersichtlich wie heute. Was macht das mit unserer Jugend? Wie tickt sie, und was bewegt sie? Das sollten Eltern wissen.
«Die Jugend hat schlechte Manieren, sie verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und diskutiert, wo sie arbeiten sollte. Sie widerspricht den Eltern und tyrannisiert die Lehrer.» Das sind nicht etwa die Worte der österreichischen Psychotherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger, die, wie Kritiker sagen, über unsere Jugend das pessimistischste Buch geschrieben hat. Hier schimpft einer bereits in der Antike auf die kommende Generation; es soll Sokrates persönlich gewesen sein. Der griechische Philosoph war damit auch nicht der Erste, steht doch auf viertausendjährigen Tontafeln aus Mesopotamien geschrieben, dass die Jugend zuchtlos und das Ende der Welt deshalb nah sei. Der Ärger der Erwachsenen über die Jungen ist so alt wie die Menschheit – die immerhin nicht untergegangen ist ob all der Halbwüchsigen, die sie bisher ertragen musste. 
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