André Stern, darf man Kindern keinerlei Grenzen setzen?

Kinder können sich das nötige Wissen für das Leben aus sich selbst heraus aneignen, sagt André Stern. Der Freilerner über den Wert des freien Spiels, Motivation durch Begeisterung und warum es eine neue Haltung gegenüber unseren Kindern braucht. 
Rund 480 Plätze bietet der Saal im Maihof in Luzern. Wer keinen freien Platz gefunden hat, steht am Rand, hockt, sitzt auf dem kalten Stein­boden. Auf der Bühne steht ein Mann, die langen Haare im Nacken zusammengebunden, weisses Hemd, Sakko, karierter Schal. André Stern breitet die Arme aus, steigt die wenigen Stufen zum Zuschauerraum immer wieder rauf und runter, kniet sich vor Zuschauer, steht wieder auf – und fast nie still. Währenddessen erzählt er von seinen Erfahrungen als Kind, das sich all das nötige Wissen überall angeeignet hat, nur nicht in der Schule. Die hat er nie besucht, ebenso wenig wie seine Söhne es heute tun. André Stern referiert über den Wert der kindlichen Begeisterung, des freien Spiels, darüber, dass schon alles gut kommt, wenn Eltern ihre Kinder sich frei entfalten lassen, ihnen auf Augenhöhe begegnen – ja, sie in gewisser Weise nicht wie Kinder behandeln. Nein, das bestehende Schulsystem kritisieren oder gar abschaffen wolle er nicht, nur sich und seine eigenen Kinder dafür ins Feld führen, dass es auch anders laufen kann. Mit dieser Botschaft füllt der Buchautor («… und ich war nie in der Schule. Geschichten eines glücklichen Kindes») und Musiker immer wieder Vortragssäle in Frankreich, Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Vor seinem Vortrag im Luzerner Maihof hat sich André Stern die Zeit für ein Gespräch mit uns genommen.

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