«Schick mir ein Foto. Gerne im Bikini!»

Das Internet bietet Pädophilen Idealbedingungen, um unbeobachtet nach Opfern zu suchen. Wie Cybergrooming abläuft und was Eltern zum Schutz ihrer Kinder beitragen können.
Unternahm ein Pädophiler früher Annäherungsversuche bei Kindern, bestand für ihn ein erhebliches Risiko, beobachtet zu werden. Zum Beispiel von Passanten auf der Stras­se. Heute bietet das Internet Tätern Idealbedingungen. Es erlaubt ihnen, sich auf der Suche nach Opfern in der Öffentlichkeit unsichtbar zu machen. «Cybergrooming» lautet dazu der englische Fachbegriff, der für die Annäherung pädophil veranlagter Menschen steht, die Kinder über das Web mit sexuellen Absichten ansprechen.

Mühelos stellen sie Fake-Profile ins Netz, mit falschen Fotos, Namen und Hobbys. Meist geben sie sich als Gleichaltrige oder als nur wenig älter aus. Die digitalen Spielplätze der Kinder zählen zu ihrem bevorzugten Revier: Tiktok, Instagram und Games mit Chatfunktion. Die Methoden der Anbahnung sind ­subtil: Über Wochen bauen sie eine feste Beziehung zu Buben und Mädchen auf, geben sich als empathische Freunde, Tröster und Ratgeber. Haben die Pubertierenden erst ­einmal Vertrauen gefasst, rücken sie bedenkenlos ihre Handynummer heraus, um miteinander über Whatsapp zu schreiben. Dass der neue «Freund» aus unterschiedlichsten Gründen nicht telefonieren kann, wird nicht hinterfragt.
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