Kinder lieben Ordnung

Unser etwas chaotischer Kolumnist über den neuen Ordnungssinn seiner Tochter. 
Es gibt drei globale Herausforderungen, von denen ich fürchte, dass sie im Laufe meines Lebens nicht mehr gelöst werden: der Nahostkonflikt, die Erderwärmung und das Chaos im Zimmer meiner Tochter. Unlängst durfte ich eine Frau interviewen, die vorgibt, das dritte Problem im Griff zu haben. Es handelt sich um die Japanerin Marie Kondo. In ihrem Ordnungsmanifest – das weltweit meistverkaufte Buch der letzten Jahre – konzentriert sie sich auf drei Regeln: Jedes Ding in deiner Wohnung hat seinen festen Platz. Behalte nur Dinge, die dich wirklich glücklich machen. Wirf alles andere weg. Diese lakonische Sortierlogik passt perfekt zum Reduktionstrend urbaner Grossstadtbewohner, deren strenge Wohnräume an die makellose Aufgeräumtheit von Hotelzimmern erinnern. Auch mir leuchtete die japanische Ordnungshermeneutik sofort ein. Und doch tauchen Fragen auf: Hat Kondo Kinder? Anders gefragt: Weiss sie, wovon sie redet? Wurde ihre Methode schon einmal am Ernstfall, also an Kinderzimmern, getestet? Ihre erstaunliche Antwort: Kinder lieben Ordnung. 
Artikel kostenlos weiterlesen

Registrieren Sie sich gratis und profitieren Sie:

  • Begrüssungsgeschenk: Wahl aus 150 Angeboten
  • Unbegrenzter Zugriff auf über 2’000 Artikel
  • Artikel merken und Lesezeichen speichern
  • Elterntipps und wertvolle Unterstützung
  • 100% kostenlos für Sie
Jetzt Registrieren