Am Mittag ist die Schule längst nicht aus

Die Nachfrage nach Tagesschulen und Hortplätzen wächst stetig. Viele Städte und Gemeinden bauen ihr Angebot aus. Doch wie steht es um dessen Qualität? Zwei Schulen in Luzern und Zürich gewähren Einblick in den Alltag der Tagesbetreuung.
Rote Socken mit grünen Dinos, blauschwarzgestreifte, weisse mitrosa Punkten. Sieschlüpfen aus dicken Schuhen und flitzen über das Parkett. Es ist kurz vor Mittag, die Schule ist aus, und im Nebengebäude der denkmalgeschützten Primarschule St. Karli in Luzern treffen die Kinder für den Mittagstisch ein. Jacken und Kindergartendreiecke fliegen an die Haken in der Garderobe. Es wuselt durch die Räume, die Lautstärke steigt, doch innert Minuten verwandelt sich das vermeintliche Chaos in eine selbstverständliche Ruhe. 

Es ist, als würde plötzlich wie automatisch alles an seinen vorgesehenen Platz fallen. Drei Mädchen sitzen mit Comics auf dem Sofa – so vertieft, als sässen sie schon seit Stunden dort. Eva und Noah studieren die Ämtli-Liste: Wer hilft beim Schöpfen, wer wischt nach dem Essen? Wenn der Gong geschlagen wird, reihen sich alle zum Händewaschen auf. Dort, wo eine Armee von Zahnbürsten auf ihren Einsatz wartet. 

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