«Ist ein Baum traurig, wenn er seine Blätter verliert?»

Hat ein Salat Angst? Können Steine weise sein? Wie lange dauert die Ewigkeit? Ein Gespräch mit der Kinderphilosophin Kristina Calvert über die einfachen und komplizierten Dinge des Alltags, warum das laute Nachdenken jedem guttut und wie Eltern mit ihren Kindern ins Philosophieren kommen. 
Die Kinder kichern. Kristina Calvert hat­te in die Runde ge­fragt: «Philosophie­ren, was ist das?» Niemand weiss eine Antwort. 

«Okay», sagt Kristina Calvert, «schauen wir uns das Wort mal genau an und zerlegen es. Welche Silben haben wir dann?»

 «Phil, oso, phier, ren», kommt es von den Kindern.

 «Prima. Was fällt euch dazu ein?» 

«Es gibt vier Jahreszeiten!», sagt Leah.

 «Rennen!», ruft Felix.

 «Aha, interessant», sagt Kristina Calvert. «Ich kenne da einen, der ist zwar nicht gerannt, aber mit seinen Schülern spazieren gegangen. Das war der Philosoph Aristoteles. Phi­losoph, das kommt uns bekannt vor, oder? Es steckt auch im Wort Philo­sophieren. Wisst ihr, was Philosoph bedeutet? Ein Freund der Weisheit.» Sie nimmt einen weissen Plüschpu­del und zeigt ihn den Kindern.

 «Das ist Hubert. Er hat ein weis­ses Fell. Kann er deshalb weise sein?»

 «Ja natürlich», sagt Leah.

 «Spannend», sagt Kristina Cal­vert, «erzähl mal, wie man das fest­stellen könnte.»

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