«Wir Eltern machen weniger falsch, als wir meinen» - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi
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«Wir Eltern machen weniger falsch, als wir meinen»

Lesedauer: 10 Minuten

Die Pädagogin und Psychologin Sarah Zanoni coacht Kinder und Jugendliche. Sie plädiert dafür, sich als Mutter oder Vater Methoden anzueignen, um im stressigen Familienalltag gelassen, aber klar reagieren zu können. Ein Gespräch über quengelnde Kinder, Erziehungsmantras und die Kunst, zu seinen Kindern eine gute Beziehung aufzubauen.

Interview: Evelin Hartmann
Bilder: Paolo Dutto / 13 Photo

Wer Sarah Zanonis Praxis in Aarau betritt, hört ein lautes Rauschen. «Das ist der Bach, der hinter dem Haus ­vorbeifliesst», erklärt die Pädagogin und schliesst das Fenster. «Normalerweise geniessen es meine Klienten, im Hängesessel zu sitzen und dem Plätschern zu lauschen.» Sarah Zanoni coacht Kinder und Jugendliche. Und sie kennt sich mit den Fragen aus, die Eltern sich immer wieder stellen. 

Frau Zanoni, in welchen Situationen sind Eltern besonders gestresst? 

Das können ganz verschiedene Situationen sein. Viele fordert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Müttern und Vätern wird heute viel abverlangt. Oft sind es Momente, in denen das Kind ein Bedürfnis hat und dieses verbal nicht richtig ausdrücken kann. Es ist müde oder hat Hunger, sagt das aber nicht, sondern quengelt oder fängt mit dem Geschwister Streit an. Der Adrenalinpegel der Eltern steigt. Dabei ist die Lösung oft naheliegend. 

Was können Eltern Ihrer Meinung nach tun? 

Eltern sollten nicht in die Konfrontation mit dem Kind gehen, sondern erst einmal innerlich einen Schritt zurücktreten und schauen, was das Kind gerade wirklich braucht. Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass viele Kinder gegen 11 Uhr vormittags wie von der Rolle sind, weil sie Hunger haben. Aber dieses ­Hungergefühl ist ihnen gar nicht bewusst. Wenn man ihnen einfach um 10.45 Uhr etwas zu essen anbieten würde, würde sich die Situation ganz automatisch entspannen. 

Lesen Sie hier das komplette Interview mit Sarah Zanoni inklusive 5 Tipps, wie Sie die Beziehung zu Ihrem Kind stärken.

Das klingt einleuchtend. Vielen Müttern und Vätern fällt es aber schwer, das eigentliche Bedürfnis des Kindes hinter seinem Verhalten zu erkennen, da sie selbst mit vielen Anforderungen klarkommen müssen. Anstatt die Situation zu entspannen, werden sie also ungeduldig und schimpfen. 

Körperliche und verbale Aggression ist immer ein Zeichen der Überforderung und Hilflosigkeit. Und in solchen Stressmomenten reagiert das Unterbewusstsein und es werden Verhaltensmuster abgerufen, die man als Kind am eigenen Leib erfahren und unter denen man unter Umständen selbst einmal gelitten hat. 

Und dann reagieren wir auf eine Art und Weise, die wir eigentlich ablehnen. 

Richtig. Und es tut vielen Eltern weh, wenn sie merken, dass sie ihrem Kind etwas gesagt oder getan haben, dass sie eigentlich nie wollten. Es braucht ein paar Generationen, bis sich diese Muster ausgewachsen haben. Zum Glück sind viele Eltern heute sehr reflektiert und versuchen es besser zu machen. 

Je klarer Eltern sind, desto leichter fällt es einem Kind, ein Nein zuakzeptieren.

Wie macht man es besser? 

Wir Mütter und Väter haben die Aufgabe, zu reagieren, wenn wir merken, dass wir an unsere Geduldsgrenze kommen. Ich vergleiche dies gerne mit einer Strassenampel: Wir sollten reagieren, wenn unsere ­innere Ampel von Grün auf Orange springt und nicht erst bei Rot. Dann ist es zu spät. Es gibt Methoden, die uns dabei helfen.

Welche sind das? 

Eine Massnahme wäre, einen Schritt zurückzutreten – im übertragenen als auch im wahrsten Sinne des Wortes. Ich gehe auf den Balkon einen Espresso trinken oder einfach nur in ein anderes Zimmer. Das berühmte Timeout brauchen meist nicht die Kinder, sondern die Eltern, um ein Stück weit zur Ruhe zu kommen, sich selbst spüren zu können, sich fragen zu können: Was stresst mich? Was bräuchte ich ­gerade? Vielleicht ist es, dass die Kinder einen Moment lang ruhig sein sollten, weniger rumschreien. Und das muss ich ihnen dann klar, überzeugend, aber auch anständig – ohne Geschrei – sagen. 

«Eltern sollten eine innere Haltung haben, die eindeutig ist», empfiehlt Sarah Zanoni.

Haben Sie noch einen anderen Tipp?

Nehmen wir den Klassiker: Das Kind quengelt, weil es etwas haben will, das es nicht haben soll. Der Vater lässt sich auf Diskussionen ein, vertröstet das Kind auf später, ist nicht klar in seinen Aussagen und das Kind macht immer weiter. Irgendwann reisst dem Vater der Geduldsfaden. Da wäre es besser, er hätte frühzeitig ein klares und eindeutiges Nein geäussert. Denn je klarer ich als Vater oder Mutter bin, desto leichter ist es für mein Kind, ein Nein zu akzeptieren. 

Warum ist das so? 

Kinder achten sehr stark auf nonverbale Signale. Wenn der Vater oder die Mutter jeweils klar in ihren Signalen ist – also Mimik, Gestik und Gesagtes übereinstimmen – kann das Kind sofort ablesen, dass dies wirklich gilt. Eltern müssen also nicht alles hundertmal sagen, bis das Kind reagiert, sie sollten eine innere Haltung haben, die eindeutig ist. So kommt das Signal richtig rüber und das Kind weiss, woran es ist. Um dies umzusetzen, muss ich als Elternteil weder hart noch böse auftreten – im Gegenteil: Ruhig und bestimmt wirke ich glaubwürdig und weise mein Kind dennoch nicht ab. Diese Klarheit vermittelt dem Kind Sicherheit.

Das berühmte Timeout brauchen meist nicht die Kinder, sondern die Eltern, um ein Stück weit zur Ruhe zu kommen.

Neulich beobachtete ich eine Szene während einer Busfahrt. Vater, Mutter und ein etwa fünfjähriges Kind. Der Bub hat gequengelt, er habe so Hunger und wolle unbedingt das Weggli essen, das die Familie gekauft hatte. Die Eltern beruhigten das Kind und erklärten ihm, dass sie in fünf Minuten beim Grosi seien, da gäbe es dann etwas zu essen. Nach einigem Hin und Her nahm der Bub einfach das Weggli aus der Tasche und biss hinein.

Wie haben die Eltern reagiert? 

Der Vater war recht sauer und drohte damit, dass das Dessert am Abend gestrichen sei. Die Mutter kündigte stattdessen an, dass das Kind mit ihr zum Bäcker gehen müsse, um das Weggli zu ersetzen. 

Ein typisches Beispiel dafür, wie es einem Kind gehen kann. Wahrscheinlich hatte der Bub schon länger Hunger. Fünf Minuten sind für ein fünfjähriges Kind so lange wie für uns drei Stunden. Es war wohl einfach zu viel für ihn. Der Bub hat sicher gemerkt, dass seine Eltern sauer sind, aber er hat trotzdem zugegriffen. Aus der Logik eines Kindes heraus ist das absolut nachvollziehbar: Ich habe grossen Hunger, warum darf ich kein Weggli essen, dafür haben wir es doch gekauft? Nun kann man diese Situation unterschiedlich handhaben. Mit dem Kind ein neues zu kaufen, wäre eine logische Konsequenz. Das Kind realisiert, die Eltern sind eigentlich nicht zufrieden, dass ich das gemacht habe. Ich bekomme deshalb keine Strafe, aber ohne Folgen bleibt es nicht. 

Wie hätten Sie reagiert? 

Ich hätte wahrscheinlich gesagt: «Okay – dann iss, wenn du Hunger hast. Es ist jetzt wichtig für dich.» Doch es gibt kein Richtig oder Falsch in dem Fall, auch die Reaktion der Eltern ist nachvollziehbar. Wir Eltern machen viel weniger falsch, als wir meinen. Die Kinder werden sich mit ziemlicher Sicherheit trotzdem gut entwickeln. 

In Ihrem Buch «Elternmantras» zitieren Sie verschiedene Erziehungsexperten. Jedes Zitat füllt eine Buchseite, auf der jeweiligen Rückseite erklären Sie diesen Satz und ordnen ihn ein.

Das Zitat ist als Mantra für die stressige Alltagssituation gedacht und die längere Erklärung auf der Rückseite für die Reflexion am Abend oder wenn sich der Sturm gelegt hat. Die Fachleute, die ich in diesem Buch zu Wort kommen lasse, vereint alle der folgende Grundgedanke: Jedes Kind ist anders und jedes Kind darf so sein, wie es ist. Man kann Kinder nicht miteinander vergleichen, auch nicht Geschwister. Je länger ich mit Kindern arbeite, desto klarer wird mir: Dieser Machbarkeitsgedanke unserer Gesellschaft – du musst das Kind nur gut genug erziehen, dann bringst du es schon da und dort hin – ist Nonsens. Denn vieles liegt in der Anlage des Kindes begründet, das merkt man spätestens, wenn man mehr als ein Kind hat: Die gleichen Eltern, das gleiche Umfeld – und die Kinder können so komplett verschieden sein in ihrer Persönlichkeit.

«Körperliche und verbale Aggression ist immer ein Zeichen von Überforderung», sagt die PsychologinSarah Zanoni.

Heute wird die Wichtigkeit einer guten Beziehung zwischen Eltern und Kindern betont. 

Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern ist das A und O – wenn ich in einer guten Beziehung zu meinem Kind stehe, akzeptiert es mich als Leitperson, und das finde ich wichtig. Das gilt auch für das schulische Umfeld. Wenn eine Lehrperson eine gute Beziehung zu seinen Schülerinnen und Schülern aufbauen kann, wird sie als Autoritätsperson akzeptiert. Wenn eine Lehrperson das nicht schafft, aus welchen Gründen auch immer, dann herrscht das grösste Chaos in der Klasse und die Lehrkraft kann ihre Leitfunktion nicht ausleben. 

Also tritt Beziehung an die Stelle der guten alten Erziehung? 

Eine gute Beziehung ist die Basis – aber danach kommen Regeln, Leitplanken, in denen man sich bewegen kann. Es muss allen klar sein: Dieses oder jenes ist uns wichtig als Familie. Und diese Leitplanken stecke ich bei meinen Kindern vielleicht anderes als Sie bei Ihren. Jede Familie ist anders und Kinder wissen haargenau: Diese Regeln gelten daheim, andere gelten bei den Grosseltern, nochmals andere gelten bei Nachbarn oder in der Schule. 

Jedes Kind ist anders. Deshalb sollte man Kinder nicht miteinander vergleichen. Auch nicht Geschwister.

Früher waren die Massstäbe, was richtig und falsch ist, enger gesteckt. Sind Eltern heute deswegen stärker verunsichert? 

Ich weiss es nicht. Sie müssten es jedenfalls nicht sein. Der Grossteil der Eltern macht einen hervorragenden Job. Ich wünschte mir nur ein wenig mehr Gelassenheit. Im Alles-gut-machen-Wollen entsteht auch oft eine Verkrampfung. Ist das jetzt richtig? Oder mache ich alles falsch und ist mein Kind nachher total daneben? Gerade den sehr reflektierten Eltern möchte ich sagen: Atmet mal tief durch, ihr macht es schon sehr gut, ihr dürft auch mal gelassen sein. Das überträgt sich auch auf eure Kinder, die dann besser mit Stress umgehen lernen. 

Welches ist Ihr persönliches Lieblingsmantra aus Ihrem Buch? 

Da gibt es einige. Um eines zu nennen: «Kinder lernen gute Entscheidungen treffen, indem sie Entscheidungen treffen, nicht, indem sie Vorschriften befolgen.» Dieser Satz stammt vom US-amerikanischen Autor Alfie Kohn und er spiegelt auch ­meine Einstellung wider: Kinder sollen auch eigene Entscheidungen treffen dürfen. Das heisst aber nicht, dass Kinder alles entscheiden dürfen und zum Schluss den Familienalltag bestimmen. Aber man weiss aus der Forschung, dass Kinder und Jugendliche, die mitbestimmen dürfen, ein viel besseres Sozialverhalten haben. Dass sie sich in der Gemeinschaft mehr engagieren, sorgsamer mit den Dingen umgehen. Ein Beispiel: Wenn wir als Familie ein neues Sofa kaufen und die Kinder ihre Meinung einfliessen lassen dürfen, was ihnen gefällt und was ihnen wichtig ist, ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass sie das ausgewählte Sofa auch später pfleglicher behandeln. 

Der Klassiker: Es ist kalt und regnerisch, doch das Kind will in kurzer Hose zum Familienausflug starten. Sollte ich es gewähren lassen? 

Ja. Aber wir reden hier nicht von einem zweijährigen Kind. Doch je älter ein Kind wird, desto eher sollte es selbst entscheiden dürfen. Bei einem Teenager kann man davon ausgehen, dass es die Erfahrung bereits gemacht hat, wie sich 12 Grad in kurzer Hose anfühlen. Und genau das ist der springende Punkt: Darf ein Kind diese Erfahrungen machen? Oder wird ihm diese Möglichkeit durch die Eltern verwehrt? Mein Vorschlag: Sie lassen das Kind gewähren und stecken die lange Hose als vorausschauende Mutter ein. Wird diese dann doch unterwegs vorgezogen, sollte das ohne grosses Trara geschehen. Eine Eltern-Kind-Beziehung sollte partnerschaftliche Elemente enthalten, in denen man sich gegenseitig unterstützt, ohne permanent die Hierarchie zu unterstreichen nach dem Motto: «Du wolltest nicht hören und jetzt bekommst du die Rechnung.»

Auf Augenhöhe erziehen bedeutet nicht, dass wir dem Kind alles durchgehen lassen.

Eine partnerschaftliche Beziehung zum Kind bringt viele Diskussionen mit sich. Diese können mitunter ermüdend sein für Eltern.

Das ist so. Aber auf Augenhöhe erziehen bedeutet nicht, dass wir dem Kind alles durchgehen lassen. Im Gegenteil. Nur wenn wir dem Kind unsere Grenzen aufzeigen, lernt es, wie man auf sich selbst achtet. Es lernt etwas fürs Leben. Zu mir kommen Eltern in die Beratung, die sagen: «Ich muss meinem Kind alles hundertmal sagen, es hört einfach nicht auf mich.»

Was raten Sie diesen Eltern?

Ich sage ihnen: «Ihr könnt jetzt und heute entscheiden: Wir sagen alles nur noch dreimal, dann ist Schluss.» Das Kind wird zwar zuerst irritiert sein, aber sich danach schnell daran gewöhnen. Ich weiss, es klingt hart, aber wir Eltern haben es in der Hand. Es kommt, wie bereits erwähnt, auf unsere innere Haltung an. 

Tipp von Sarah Zanoni

«Eltern sollten mit ihren Kindern reden, egal über was. Auch mit ­Teenagern gilt es im Gespräch zu bleiben! Oft gelingt dies besser unterwegs, zu Fuss oder im Auto, nebeneinander statt frontal.»

 

 

Die weiteren Tipps von Sarah Zanoni erfahren Sie hier: So stärke ich mein Kind

Lassen Sie uns noch einmal über diese innere Haltung sprechen. 

Eine Mutter, ein Vater muss sich klar darüber sein: Wo ist meine Grenze? Und diese muss er oder sie klar und deutlich kommunizieren. Das Kind spürt sofort: Ups, Mama meint es ernst. Natürlich ist diese Grenze auch abhängig von der jeweiligen Tagesform, sie verläuft nicht jeden Tag gleich. Das muss auch gar nicht sein, wir sind alle nur Menschen, und damit können Kinder umgehen. 

Sie plädieren dafür, dass Eltern sich die Zeit nehmen sollen, ihre eigenen Bedürfnisse zu erspüren. Nur so könnten sie auch die Bedürfnisse des Kindes erkennen. Doch wie macht man das? Der Job fordert, dazu kommen die Anforderungen der Schule, die Organisation der Ferienbetreuung, die Hobbys des Kindes. 

Das alles unter einen Hut zu bringen, ist für Eltern eine grosse Aufgabe. Umso wichtiger ist da die Fähigkeit, sich zu sammeln und nachzuspüren: Was brauche ich, um mit meinem Kind positiv umzugehen? Vielleicht lohnt es sich, im vollen Terminkalender Platz für Meditation, Yoga oder Waldspaziergänge zu schaffen. Oder mit einer Person des Vertrauens zu reden, zum Beispiel mit anderen Müttern und Vätern gleichaltriger Kinder.

Und wenn ich mich oft überfordert fühle? Wann ist der Punkt gekommen, an dem ich mir Hilfe holen sollte?

Wenn man als Mutter oder Vater in eine Negativspirale hineingerät. Es gibt Eltern, die mir schildern, dass sie bereits morgens beim Anblick des eigenen Kindes gestresst sind. Nach dem Motto: «Oh nein, jetzt geht das wieder los!» Spätestens wenn man das Kind nicht mehr verträgt, sollte man handeln. Die Ampel steht zwar dann schon auf Rot, aber trotzdem ist es nie zu spät, um wieder in eine positive Beziehung zu seinem Kind zu kommen! Sich externe Hilfe zu holen, ist kein Zeichen des Versagens. Im Gegenteil: Ich nehme meine Verantwortung als Mutter oder Vater wahr und bilde mich weiter, indem ich mich beraten lasse.

Zur Person

Sarah Zanoni (hier im Gespräch mit Evelin Hartmann, stellvertretende Chefredaktorin von Fritz+Fränzi) hat Pädagogik und Psychologie studiert. Sie gründete das Jugendcoaching in Aarau und begleitet seit 16 Jahren Kinder, Jugendliche und Eltern. Sie ist Autorin mehrerer Bücher. Sarah Zanoni lebt mit ihrer Familie im Raum Aarau. www.jugendcoaching.ch 

Sarah Zanoni: Eltern-Mantras. Leitzitate für den ­Familienalltag mit Kindern – liebevoll, kooperativ, achtsam. 
Édition De Caro 2021, 30 Seiten, ca. 39 Fr.

Evelin Hartmann
ist stellvertretende Chefredaktorin von Fritz+Fränzi. Sie wohnt mit ihrem Mann und den zwei Töchtern in Luzern.

Alle Artikel von Evelin Hartmann

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