Hilfe, unsere Kinder sind auf Tinder!

Nach einem grossen Liebeskummer ist unser Junior auf Ablenkung aus. Nichts Ernstes, nur ein bisschen Spass, sagt er. Grundsätzlich eine gute Idee, findet unsere Bloggerin Irma Aregger, bis sie sieht, dass das gute Kind auf Tinder ist.
Gerade mal ein halbes Jahr hat die neue, grosse Liebe unseres Juniors gehalten. Und päng, war er von einem Tag auf den anderen von ihr erst angeschossen und dann abgeschossen. Erledigt. Fertig. Aus. Dass dieses Aus fast gleichzeitig mit dem Beziehungsende unserer Tochter und ihrem Freund zusammengefallen ist – und dies erst noch im Lockdown, hat die seelische Balance in unserem Haushalt zwischenzeitlich in eine etwas fragile Schräglage gebracht. Während das Töchterchen den Weg wählt, sich mit ihren Freundinnen auszutauschen und darüber zu sinnieren, weshalb der Schlussstrich gezogen wurde und versucht, die nun angebrochene Solo-Zeit zu nutzen, um mit sich selbst ins Reine zu kommen, startet der Sohnemann anders durch. Ablenkung heisst die Devise. Ich nicke, finde das ja grundsätzlich auch eine gute Idee. Den Schmerz hinter sich zu lassen, zumindest zwischenzeitlich, neue Bekanntschaften zu knüpfen, sei es an einem lauen Abend am See, in der Kinopause oder mit Abstand an der Bar, schlage ich begeistert vor. «Mama», stöhnt der Junior und rollt die Iris unters Augenlid, «das ist im Fall so was von gestern. Unsere Generation nutzt Tinder!» Tinder? «Meine Kinder sind auf Tinder?!», rufe ich entsetzt aus. «Nur einer», schallt es postwendend aus dem verschlossenen Zimmer der Tochter zurück.
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