Angst mit Mut begegnen

«Dani, Dani, Dani!», schreien die Kinder am Beckenrand ihrem Freund zu, der mit zittrigen Beinen auf dem Dreimeterbrett steht. Daniel nimmt all seinen Mut zusammen und – springt. Als er auftaucht, johlen seine Freunde. Lachend und stolz klettert er aus dem Becken und erneut auf das Sprungbrett. Beim zweiten Mal ist die Angst bereits ein wenig kleiner.
Ängste gehören zum Leben. Sie können hilfreich sein und uns vor realen Gefahren und Bedrohungen schützen. Sie können uns aber auch einengen, lähmen, uns die Lebensfreude und Lebendigkeit rauben. Damit Letzteres nicht geschieht, sollten Kinder lernen, sich mit ihren Ängsten auseinanderzusetzen. Kinder bringen dazu eine grosse Motivation mit. Sie suchen fast automatisch Situationen, in denen sie ihren Mut beweisen und sich ihren Ängsten stellen können. Sie springen freiwillig vom Sprungbrett, fahren gern in halsbrecherischem Tempo Velo, balancieren über Hindernisse, klettern auf Bäume oder hören sich gruselige Geschichten an. Sie mögen den Samichlaus auch, weil er ein wenig unheimlich ist, fiebern mit Ronja Räubertochter oder Harry Potter mit, wenn diese von grausigen Wilddruden oder dem bösen Lord Voldemort verfolgt werden.
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