Mein Kind hat ADHS – und jetzt?  - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

Mein Kind hat ADHS – und jetzt? 

Lesedauer: 5 Minuten

Teil 8 der ADHS-Serie: Seelische Störungen wie ADHS reagieren besonders sensibel auf äussere Bedingungen. So können ADHS-Symptome durch ungünstige Lebensbedingungen entstehen. Erst wenn diese verbessert sind, das Kind aber immer noch leidet und krank ist, ist die Zeit für medizinische Abklärung und Therapie gekommen. Der Wirkstoff Metylphenidat ist dann das letzte Mittel der Wahl.

Text: Amrei Wittwer
Illustration: Partner & Partner

Die Frage «Ist mein Kind krank oder einfach anders?» ist nicht einfach zu beantworten. Schon die Definition von Krankheit ist schwierig: Sie gilt als Störung des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Präziser wird die Definition, wenn wir Leid oder Schmerz der Betroffenen mit ins Spiel bringen.

Leidet das Kind, hat es seelische oder körperliche Schmerzen? Wenn diese Frage mit «Ja» beantwortet werden kann, ist von einer Krankheit auszugehen – unabhängig davon, welche Verhaltensauffälligkeiten beobachtet werden.

Haben wir den Verdacht, dass unser Kind krank sein könnte, müssen wir uns mit dem Kind befassen und Anzeichen von Krankheit sammeln. Wir fragen beispielsweise: «Bist du verzweifelt? », oder: «Hast du Schmerzen? », und beobachten, ob es wenig isst, weint oder schlecht schläft.

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