Betty Bossi: Energydrinks –  die Menge machts
Ernährung

Energydrinks – die Menge machts

Nach einer kurzen Nacht, vor der Prüfung oder beim Leistungssport: Es gibt anscheinend viele Gründe, nach einem Energydrink zu greifen, um den Herausforderungen des täglichen Lebens gewachsen zu sein. Dabei sollten gerade Heranwachsende aufpassen.
Text: Vera Kessens
Bild: iStockphoto

In Zusammenarbeit mit Betty Bossi
Kennen Sie diesen süssen, sehr penetranten Geruch, der bereits frühmorgens in die Nase steigt? Am Bahnhof oder im Bus, manchmal in Kombination mit Zigarettenqualm. Auch das kann ein Frühstück sein. Nicht für mich, aber für viele Jugendliche. Bei Jugendlichen liegt nicht Kaffee an erster Position, wenn es um ­koffeinhaltige Getränke geht, sondern die Energydrinks. 10 Prozent der 11- bis 15-Jährigen sollen laut der Schweizer HBSC-Studie «Health Behaviour in School-aged Children» von 2018 mehr als einmal wöchentlich einen Energydrink trinken. Der Konsum ist in den letzten Jahren merklich zurückgegangen. 2010 waren es noch über 20 Prozent. Warum es einen Rückgang gab, wird leider nicht beschrieben.

Koffein – ein Wunder der Natur?

Koffein kommt zwar in der Natur vor, beispielsweise in der Guarana- und Matepflanze. Der grösste Anteil an Koffein stammt jedoch aus synthetisch hergestellten Quellen. Der Koffeingehalt unterscheidet sich von Produkt zu Produkt. Die bekanntesten Energiegetränke weisen pro Dose (250 Milligramm) einen ­Koffeingehalt von 80 Milligramm auf. Das entspricht etwa der Menge Koffein in zwei Espressi oder in einem Kaffee (Zahlen bei Kaffee können jedoch stark variieren). Das Koffein regt das Nervensystem an und sorgt für Wachheit und Konzentration. Denn bei der Übermittlung von Botenstoffen von einer Nervenzelle zur anderen wird Energie gebraucht. Beim Energieverbrauch wird gleichzeitig das sogenannte Adenosin freigesetzt, welches den Körper vor einer Überanstrengung schützt und das Gefühl von Müdigkeit auslöst. Koffein wirkt genau auf dieses Adenosin und besetzt dessen Andockstellen. So erhält der Körper kein Signal von Müdigkeit und Erschöpfung und kann weiterhin volle Leistung bringen.

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