Was ist eine gute Lehrerin?

Eine Lehrerin* ist eine Künstlerin, weil Lehren eine Kunst ist. Es ist die Kunst, jungen Menschen eine Tür zur Welt zu öffnen, sie neugierig zu machen. Es ist die Kunst, ihnen Selbstvertrauen und Orientierung zu geben. Unsere Autorin, selber Lehrerin, über Anforderungen an ihren Beruf, Erwartungen von aussen und die Liebe. 
Erinnern Sie sich an die «Liebe ist …»-Figürchen? An diese beiden Wesen, eines unschuldig männlich, das andere weiblich? Es existieren zahlreihe «Liebe ist …»-Bildchen, und unter jedem kann man eine Wahrheit über die Liebe lesen.

Mit den Lehrpersonen ist es wie mit der Liebe: Es existieren zahlreiche Meinungen darüber, was eine gute Lehrerin ausmacht. Für die Schulleitung ist eine gute Lehrerin etwas anderes als für die Teamkollegin, für die Eltern, die Schulpflege oder für die Schüler.

Bisher galt die These, dass eine gute Lehrerin eine Person ist, bei der die Schüler möglichst viel und gerne lernen. Im Jahr 2018 – nach der Einführung des Lehrplans 21 und mit Schülern, die in bestimmten Bereichen bereits mehr wissen als die Lehrerin selbst – scheint diese Aussage überholt.

Aus Schülersicht sorgt die gute Lehrerin für eine angenehme Stimmung in der Klasse, pflegt einen wertschätzenden Umgang mit allen Schülern, hat Humor und Nerven aus Drahtseilen, geht auf jeden individuell ein, holt ihn da ab, wo er steht, ist in ihren Bewertungen fair und nachvollziehbar, gestaltet die Unterrichtslektionen rhythmisch und motivierend, sodass sich unterschiedliche Sozialformen abwechseln und möglichst viele Lernbereiche abgedeckt werden. Die Jugendlichen haben Spass am Lernen und wissen, warum sie das genau so und nicht anders lernen. 

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