Suchen wir das Glück am falschen Ort?

Unser Kolumnist Fabian Grolimund über Jugendliche, die am Sinn des Lebens zweifeln. Und wie Eltern ihren Kindern vermitteln können, dass sie im Hier und Jetzt gebraucht werden. 
Liebe Eltern, ich bin alles andere als ein Schwarzmaler. Was die Erziehung von Kindern betrifft, freue ich mich sehr über viele positive Veränderungen, die in den letzten Jahrzehnten stattgefunden haben. Eltern begegnen ihren Kindern mit mehr Wärme, Wertschätzung und Respekt. Die meisten Jugendlichen geben an, eine gute Beziehung zu ihren Eltern zu haben, und immer mehr Väter bringen sich aktiv in die Erziehung ein. Dafür darf sich unsere Elterngeneration auch einmal selbst auf die Schulter klopfen! Es gibt aber auch Entwicklungen, die mir Sorgen bereiten. Eine davon ist, dass sich Eltern heute zwar intensiv um ihre Kinder kümmern, die Kinder und Jugendlichen selbst aber von unserer Gesellschaft nicht gebraucht werden. Wir stecken vieles in die Kinder und erwarten, dass sie sich für eine Zukunft bemühen, die für sie in weiter Ferne liegt. Es gelingt uns aber kaum mehr, unseren Kindern das Gefühl zu vermitteln, dass sie für die Gemeinschaft wichtig sind. Für meine Eltern war es anstrengend, wenn sie nach der Schule noch auf dem Hof oder im Haushalt mithelfen oder auf die Geschwister aufpassen mussten. Aber sie fühlten sich gebraucht. 
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