Lasst uns doch unser Smartphone!

Viviane Erb (17) hat uns angeschrieben, weil sie sich aufgeregt hat: In der Diskussion, wie Jugendliche mit dem Smartphone umgingen, würden gerade die Jugendlichen selbst viel zu selten gehört. Kein Smartphone in Schlafzimmer? Sie hat einen Gegenvorschlag.
Wir alle kennen diesen Moment: Da schaut man einmal kurz aufs Handy, und schon steht die Mutter in der Tür und meint, dass man schon ewig lang am Handy sei. Danach folgt eine Standpauke, dass man zu einer Handysucht tendiere, und dass man zukünftig das Handy in der Nacht nach unten bringen solle. Meistens endet diese Diskussion in einem Streit. Und wie das so oft der Fall ist, gewinnt ein Elternteil.
 
Dabei geht es doch auch anders. Nur nach dem Lösungsvorschlag der Jugendlichen wird meistens nicht gefragt. Für mich persönlich wäre eine Lösung, dass man das Handy über Nacht behalten darf. Allein schon, da es viele als Wecker benützen. Ich finde, dass der Jugendliche lernen muss, mit den Medien umzugehen. Auch für später, wenn er beispielsweise nicht mehr zu Hause wohnt. Doch wenn einem das Handy weggenommen wird, hat man gar keine Möglichkeit selbst zu erfahren, wie ausgelaugt man am nächsten Morgen ist, wenn man bis Mitternacht am Handy hing. Man muss die Morgenqualen doch erfahren, wenn einen der Wecker nicht mehr schlafen lässt und man totmüde ins Bad schlurft. Da denkt man sich dann schon selbst: Warum bin ich nicht früher ins Bett gegangen? Also liebe Eltern, lasst eure Kinder ihre eigenen Erfahrungen betreffend Handykonsum in der Nacht machen und sie werden schnell lernen, damit umzugehen.
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