Das schönste Geschenk

Was das Geburtstagsgeschenk für ihren Sohn mit dem Tod des Popstars Prince zu tun hat. Eine Kolumne von Michèle Binswanger.
Manche Todesnachrichten berühren einen seltsam. Es war ein Donnerstag, ich kam von der Arbeit nach Hause. Mein Sohn, der am Nachmittag im Gitarrenunterricht gewesen war, schrummte mir einige Akkorde vor. «Kennst du das?», fragte er. Es war «Purple Rain» von Prince. Wenige Stunden später verbreitete sich über die neuronalen Kommunikations-netzwerke des Internets die Nachricht, dass der Popstar gestorben sei. Das war ein Schock. Wie alle, denen Prince und seine Musik etwas bedeutet hat, konnte ich es erst nicht fassen. Ich hängte mich ins Netz, um an Informationen zu kommen und meine Gefühle zu teilen. Ich hörte seine Musik, die meine Musik gewesen war, und weinte dazu ein bisschen. Prince war erst 57 Jahre alt gewesen, zwei Jahre jünger als mein Vater bei seinem Tod. Und wie immer bei einem mir nahegehenden Todesfall weinte ich auch ein bisschen um meinen Vater. 

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