Zahnkiller Karies

Schweizer Kinder und Jugendliche sind Weltmeister im Zähneputzen: Nirgends wird täglich ähnlich häufig geputzt. Doch es heisst dranbleiben: Ohne regelmässiges Putzen droht Karies – mit schuld daran ist unsere Lust auf Süsses. 
Als Patentante eines Zahnarztkindes wird man bald einmal vor kariesauslösenden Geschenken gewarnt. Spätestens wenn der erste Zahn durchbricht. Und so war denn das 1-Kilo-Glas Nutella das erste und das letzte – auch wenn es den Kleinen noch so beglückte. Denn Zucker schadet den Zähnen. «Bakterien bilden aus bestimmten Kohlenhydraten eine Säure, die den Zahnschmelz angreift», sagt Florian Wegehaupt, Leiter der Kariologie am Zürcher Zentrum für Zahnmedizin. Kommen die vier Faktoren Zähne, Zucker, Zeit und Bakterien (vor allem Streptokokken und Laktobazillen, die zur normalen Mundflora gehören) zusammen, entsteht Karies, die auch Zahnfäule genannt wird. Für den Leiter des schulzahnärztlichen Dienstes der Stadt Zürich, Hubertus van Waes, sind verschiedene Altersgruppen kariesgefährdet: An erster Stelle stehen Kindergärtler und Erstklässler, weil in diesem Alter die ersten bleibenden Mahlzähne durchbrechen. «Ihre Form und Position im Gebiss macht es schwer, sie richtig zu putzen», sagt er. Risiken haben aber auch Kleinkinder unter vier Jahren, weil zahnprophylaktische Programme erst mit dem Kindergarten starten. Weitere Risikogruppen sind Pubertierende, die manchmal die Körperpflege vernachlässigen, und auch junge Erwachsene, die nach der Schulentlassung plötzlich für sich selbst verantwortlich sind und aufgrund von Lehre, Studium oder ihrem Sozialleben andere Prioritäten haben. 
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