Die Lehre ist erst der Anfang

Die Lehre ist längst mehr als eine Berufsausbildung. Sie ist auch Startrampe zur höheren Berufsbildung und zum Studium an der Fachhochschule.
Ich will arbeiten», ist das Argument vieler, die sich für eine Berufslehre und gegen eine Mittelschule entscheiden. Die Arbeit in einem Betrieb, der Kontakt mit der Erwachsenenwelt, der Lehrlingslohn, sie machen die Lehre für viele attraktiv. Und es ist längst nicht mehr so, dass man sich mit der Lehre gegen ein Studium entscheidet. Mit dem Besuch des Gymnasiums halte man sich alle Möglichkeiten offen, heisst es seit Langem. Dabei trifft das auf die Berufslehre mit Berufsmaturität noch mehr zu. Man kann nach dem Lehrabschluss auf seinem erlernten Beruf arbeiten oder an einer Fachhochschule studieren. So wird aus der Gärtnerin eine Landschaftsarchitektin, aus dem Kaufmann ein diplomierter Fachmann für Kommunikation und aus einer Elektronikerin eine Kindergärtnerin, wie die Beispiele zeigen.
Technische Berufslehren sind eine wertvolle Vorbereitung auf ein Ingenieurstudium – etwa vom Maurer zum Bauingenieur. Wer während oder nach der Lehre neue Interessen entwickelt, kann das Fach wechseln oder den Vorbereitungskurs für die Aufnahmeprüfung an einer Uni oder der ETH absolvieren, die sogenannte Passerelle. Wer die Aufnahmeprüfung besteht, kann an jeder Schweizer Uni oder ETH studieren. Eine Möglichkeit zwischen Berufsmatur und Gymnasium ist die Fachmittelschule, die es an verschiedenen Orten und in verschiedenen Richtungen gibt: Gesundheit, Soziale Arbeit, Pädagogik, Kommunikation und Information (Angewandte Linguistik), Gestaltung und Kunst, Musik und Theater, Angewandte Psychologie.

Immer mehr Wege führen zur Matur, aber auch für mehr Berufe als früher wird die Matur verlangt. Etwa für die Ausbildung zum Kindergärtner oder zur Physiotherapeutin. Es lohnt sich also in jedem Fall, sich frühzeitig Gedanken über eine Maturitätsschule zu machen. Die Matur erst nach dem Lehrabschluss nachzuholen, ist ebenfalls kein Problem – sofern man fähig ist, effizient zu lernen und das Gelernte in der Prüfungssituation wiederzugeben. Eines haben jedoch alle Wege zur höheren Bildung gemeinsam: Sie führen über den erhöhten Lerneinsatz.

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