Die Karriere nach der Lehre 

Es muss nicht das Gymi sein: Wer Ehrgeiz und Leidenschaft an den Tag legt, kommt in vermeintlich unattraktiven Berufen schnell weiter.
Du gehst ins Gymi», bekommen viele Teenager spätestens gegen Ende der obligatorischen Schulzeit von den Eltern zu hören. Das nimmt mittlerweile absurde Ausmasse an: «Es hat viele, die auf gerade einmal 10 oder 12 von maximal 75 Punkten kommen», fasst eine Lehrerin zusammen, die diesen Frühling Eintrittsprüfungen ins Kurzzeitgymi korrigierte.
Viele Eltern sehen den akademischen Weg nach wie vor als einzigen Weg zum Erfolg für ihre Sprösslinge. Dabei geht vergessen, dass die Schweizer Arbeitswelt heute durchlässiger ist denn je. Und während Akademiker häufig erst um die 30 den eigentlichen Eintritt ins Berufsleben schaffen, können Absolventen einer Berufslehre schon früh an ihrer Karriere arbeiten. «Grundsätzlich ist es so, dass in Branchen, in denen ausgebildete Berufsleute selten sind, leichter Karriere zu machen ist», sagt Carla Mom, Leiterin des Berufsinformationszentrums Zürich Oerlikon.

Zum Beispiel Werner. Er hat in einem Grossbetrieb die Lehre zum Strassentransportfachmann gemacht – so der offizielle Titel des Lastwagenchauffeurs. Werner stellte sich gut an und zeigte die Bereitschaft, sich weiterzubilden. Heute ist er 35, vor fünf Jahren hat er die Firma von seinem Lehrmeister übernommen.

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