Berufe im Wandel

Kaum einen Beruf, den es vor zehn Jahren gegeben hat, gibt es heute noch. Berufsberaterin Eva Holzmann weiss, welche Berufslehren Zukunft haben – und welche nicht.
Unsere Gesellschaft verändert sich ständig – und mit ihr unsere Berufe», sagt Eva Holzmann vom Laufbahnzentrum der Stadt Zürich. Fast alle Bezeichnungen der Berufslehren mit eidgenössischem Fähigkeitsausweis (EFZ) hätten die Berufsverbände in den vergangenen zehn Jahren ausgetauscht, erklärt die Berufsberaterin. Mal bedeuten die Namensänderungen nur kleine Anpassungen des Berufsbildes, mal reflektieren sie tiefgreifende technische, soziale oder gesetzliche Entwicklungen.
Ein Trend, der schon viele Berufe verschwinden und neue entstehen liess, ist die Fusion von Berufen. Die Ausbildungen etwa des Dachdeckers, Flachdachbauers, des Fassadenmonteurs, des Gerüstmonteurs sowie des Storenmonteurs sind zu jener des Polybauers oder des Polybaupraktikers verschmolzen. Die Berufe der Elektro- und Maschinenmechaniker sind im Beruf Polymechaniker aufgegangen, und der Bäcker-Konditor fusionierte mit dem Konditor-Confiseur zum Bäcker-Konditor-Confiseur. Eva Holzmann kann sich vorstellen, dass sich dieser Trend noch weiter fortsetzt. «Gut möglich», sagt sie, «dass die Pflästererlehre dereinst in einer Ausbildung des Bauhauptgewerbes aufgehen wird.»
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