Kommunismus im Sandkasten - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

Kommunismus im Sandkasten

Gewisse Eltern wachen mit Argusaugen über die Spielsachen ihrer Kinder im Sandkasten und versehen jedes Teil mit Initialen. Wahrscheinlich gibt es Finderlohn, wenn man eine verlorene Schaufel zurückbringt. Drei Vorschläge für stressfreies Buddeln
«Ist das nicht unsere Schaufel?» Diese Frage hört man im Sandkasten im Minutentakt. Die Kinder sändelen, was das Zeug hält. Egal ob es das eigene oder fremde Bastelzeug ist. Das nächstbeste Kesseli muss herhalten und wenn die Nachbarsschaufel grösser scheint, dann nimmt sich der Sandeliknirps eben die und nicht die eigene.

Mit den wachsenden Sandtürmen steigt auch das Stresslevel der Eltern. «Nein, Timo, das ist nicht unser Rechen, nimm doch deine Schaufel. Schau, die ist dort beim anderen Mädchen.»  Oder: «Wo ist denn dein Bagger hingekommen, Mathilda? Der war doch gerade noch neben dir?» «Da fehlt doch ein Förmli, Luca, geh mal suchen, bitte.»

Gäbe es einen Buzzer, den man drücken könnte und Sändelisachen flögen schnurstracks zu ihren Eigentümern zurück; die aufgeregte Elternfraktion würde ihn sicher JETZT nutzen. Noch besser wäre, die Sachen fliegen direkt in den Sandelisack am Kinderwagen.

Ich gebe zu, ich bin auch nicht komplett entspannt im Sandkasten. Logisch will der Nachwuchs immer genau die Lieblingsschaufel mitnehmen, die am Ende des Nachmittags dann unauffindbar ist. 

Artikel kostenlos weiterlesen

Registrieren Sie sich gratis und profitieren Sie:

  • Begrüssungsgeschenk: Wahl aus 150 Angeboten
  • Unbegrenzter Zugriff auf über 2’000 Artikel
  • Artikel merken und Lesezeichen speichern
  • Elterntipps und wertvolle Unterstützung
  • 100% kostenlos für Sie
Jetzt Registrieren