Ritalin gegen ADHS – Fluch oder Segen? - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

Ritalin gegen ADHS – Fluch oder Segen?

Lesedauer: 6 Minuten

Teil 6 der ADHS-Serie: Seit Jahren lesen wir Berichte über die stetig wachsende Zahl von Kindern, die das Medikament Ritalin einnehmen. Leiden heute tatsächlich mehr Jugendliche an ADHS? Oder werden einfach nur mehr Diagnosen gestellt? Eine Analyse.

Text: Peter Rüesch
Illustration: Partner & Partner

Das Phänomen des unruhigen Kindes ist nicht neu. Daran erinnert die Geschichte der Begriffe, welche das Phänomen beschreiben: Sie verläuft vom bekannten «Zappelphilipp» aus dem späten 19. Jahrhundert über das POS (Psycho-Organisches Syndrom) aus den 60er/70er-Jahren des 20. Jahrhundert zum heutigen Begriff ADHS.

Es wird immer das gleiche Phänomen beschrieben, aber jeweils unterschiedlich erklärt und behandelt. Neu ist der verbreitete Einsatz von Medikamenten, von sogenannten Methylphenidaten (MPH, z. B. Ritalin) zur Behandlung der Zappeligkeit. Aber selbst diese Entwicklung ist in die Jahre gekommen: Die medikamentöse Behandlung von ADHS erlebte ihren ersten Boom bereits in den 1980er-Jahren in den USA und erreichte Europa wenig später.

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