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Kindergarten

Kindergarteneintritt: Das sind die Elternpflichten

Nicht nur für Ihr Kind, auch für Sie als Eltern beginnt mit dem Kindergarteneintritt ein neuer Lebensabschnitt. Ab sofort heisst es: Organisation. Was erwartet Sie? Wir sagen, worauf Sie achten sollten.
Text: Claudia Landolt
Bild: Carla Kogelman
Stundenplan, Quartalsplan, Quartalsziel, Jahresplan und Znüniblatt. Dazu Elterntermine: Besuchsmorgen oder -nachmittage, Elternabende, Elterngespräch, Kindergartenkaffee und Räbeliechtlischnitzen, den dazu gehörigen Umzug mit der ganzen Familie sowie das Jahresabschlussfest. Eventuell kommt noch ein Theater oder Weihnachtssingen dazu. Uff! Eltern von Kindergartenkindern haben Dichtestress, genauer: Termindichtestress.
Pro Kind kommen so gut und gerne zehn Termine zusammen, die es übers ganze Schuljahr hinweg wahrzunehmen gilt. Kein Problem, wenn Eltern nicht jedes Mal selber hingehen können – auch Gotti, Götti, Grosseltern oder Freunde sind im Kindergarten herzlich willkommen.

Die zahlreich erscheinenden Termine sind aber auch ein Qualitätsmerkmal – dafür, dass sich die Lehrpersonen Ihres Kindes ganz viel Zeit nehmen dafür, das Schuljahr abwechslungsreich zu gestalten. Denn viele Kinder sind wahnsinnig stolz und freuen sich, wenn ihre Familie sie im Kindergarten besucht, der sie ihre Sachen zeigen dürfen. Dennoch ist der Kindergarteneintritt für viele Eltern in organisatorischer und betreuungstechnischer Hinsicht eine grosse Umstellung. Damit Sie wissen, was diesbezüglich auf Sie zukommmt, hier eine Übersicht:

Wie ist der Ablauf im Kindergarten?

Der Kindergarten gehört zur Volksschule und ist deshalb in den meisten politischen Gemeinden den Blockzeiten unterworfen. Das heisst, das Kind ist um 8 Uhr (oder um 8.15 Uhr) bis 11.30 (oder 11.45 Uhr) im Kindergarten. Wird es nachmittags unterrichtet, ist es von 13.30 bis 15.10 Uhr weg (je nach Stundenplan). Diese Zeiten verdeutlichen: Wer sein Kind bis anhin ganztags von einer Tagesmutter oder einer Kita betreuen liess, muss sich jetzt neu organisieren. Damit sind Sie, liebe Eltern, jedoch keinesfalls allein: In der Schweiz gehören familienergänzende Betreuungsformen zum Familienalltag: Rund 60 Prozent aller Kinder unter 13 Jahren werden laut Bundesamt für Statistik institutionell betreut. 
Nirgendwo sind die ­Betreuungskosten für ­Kinder so hoch wie in der Schweiz. 
Das Betreuungsangebot für Kinder im Vorschul- und Schulalter ist sehr heterogen. Je nach Kanton wird die familienergänzende Kinderbetreuung kantonal oder kommunal geregelt. In einigen Fällen sind sogar beide politischen Ebenen zuständig. Dies führt zu grossen regionalen Unterschieden in Bezug auf die Vorschriften, die Anzahl verfügbarer Betreuungsplätze, den Preis und die Leistungen.

Die Dichte des Angebots unterscheidet sich stark zwischen städtischen und ländlichen Regionen sowie pro Altersgruppe. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist jedoch ein wichtiges politisches Ziel. So hat der Bund mit der Finanzhilfe für familienergänzende Kinder­betreuung während der letzten 13 Jahre die Schaffung von 57 400 neuen Betreuungsplätzen mit 370 Mio. Franken unterstützt. 205 Gesuche, mit denen weitere 4600 Plätze gefördert werden sollen, sind noch in Bearbeitung.
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Wer ist für die Finanzierung zuständig?

Anders als beispielsweise in Skandinavien wird die Betreuung in der Deutschschweiz und im Tessin grösstenteils durch die Eltern finanziert. In der Westschweiz hingegen investiert die öffentliche Hand mehr in die familienergänzende Betreuung. In manchen Fällen subventionieren auch die Ge­meinden (etwa durch Gutscheine wie im Kanton Luzern).

Die Tarifsysteme für einen Betreuungsplatz variieren beträchtlich – nicht nur zwischen den Kantonen, sondern auch innerhalb der Kantone. Je nach Unterstützung durch die öffentliche Hand (meist einkommensabhängige Tarife) und/oder durch die Wirtschaft sind die Tarife sehr unterschiedlich. In der Deutschschweiz ist der Elternbeitrag laut Verband Kinderbetreuung Schweiz Kibesuisse generell deutlich höher (zwei Drittel der Vollkosten) als in der Westschweiz (ein Drittel der Vollkosten).

Welche Betreuungsform passt auf ihre Familiensituation? Die folgenden Modelle stehen zur Auswahl:

1 Kommentar

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Von Brigitte am 09.08.2018 23:40

Vielen Dank für diese gelungene Broschüre für die Eltern der Schülerinnen und Schüler der Kindergartenstufe. Als interessierte Leserin und Lehrerin der Kindergartenstufe stolpere ich aber immer wieder über die schon seit längerer Zeit nicht mehr zeitgemässen Berufsbezeichnung „Kindergärtnerin“. Ich freue mich, wenn auch das Magazin zukünftig von den LehreriInnen oder Lehrpersonen der Kindergartenstufe sprechen könnte. Vielen Dank!

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