Die Berufslehre – ein Erfolgsmodell

Die duale Berufslehre im Betrieb und in der Berufsschule gilt als Schweizer Erfolgsmodell schlechthin. In keinem anderen Land in Europa sind auch nur annähernd so wenige Jugendliche arbeitslos. Das liegt zwar nicht allein an der Lehre, es lohnt sich aber dennoch, an dieser Ausbildungsform festzuhalten.
An einem Berufsbildungskongress in Bern wunderte sich ein amerikanischer Bildungsexperte, dass man in der Schweiz drei Jahre brauche, um einen Bäcker auszubilden. In den USA genügten dafür drei Monate, sagte er.* Das merkt man dem amerikanischen Brot an, könnte man dem Herrn ebenso oberflächlich entgegenhalten. Die Berufslehre im Betrieb ist aus der Tradition der Zünfte hervorgegangen. Mit dem für die Schweiz typischen Perfektionismus wurde sie zu der fundierten Grundbildung ausgebaut, die sie seit Jahrzehnten ist. Bäcker können am Ende ihrer Lehrzeit eben nicht nur Brot backen, sondern auch eine Buchhaltung führen und einen Kunden in Englisch oder Französisch bedienen.

Die duale Berufsbildung steht, wie der Name sagt, auf zwei Pfeilern: der praktischen Ausbildung im Betrieb und dem theoretischen und allgemeinbildenden Unterricht in der Berufsschule. In Betrieben, die am Markt bestehen, erwerben die Schweizer Lernenden jene Fertigkeiten, die in der Berufswelt gefragt sind. Die Berufsschule vertieft das berufliche Wissen und hält ihnen nach der Lehre die Türen zur Weiterbildung offen.

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