Wie ich als Mutter lernte, die Schule zu meistern

Und plötzlich drängt sich in die Liebesbeziehung zwischen Eltern und Kind ein grosser Rivale: die Schule. Unsere Autorin über Elternabende auf Kinderstühlen, nervöse Mütter und überforderte Väter. Eine Polemik.
Endlich Freitag. Der letzte Schultag vor den Sportferien. Zu Ende gehen ereignisreiche Monate, prall gefüllt mit schulischen Aktivitäten: Elternabende, Räbeliechtli-Umzug, Lesenacht, Advents- und Singkonzerte sowie Elternsprechstunde, Einschulungs- und Übertrittsgespräche reihten sich quasi nahtlos aneinander. Man ahnt: Die wahre Herausforderung des Elterndaseins liegt nicht in der Vereinbarkeit von Karriere Schrägstrich Kind, sondern in der Schule.

Solange der Steigerungslauf durchs Schulsystem noch nicht begonnen hat, ist das Elternleben vergleichsweise leicht. Es erschöpft sich in nächtlichen Weckrufen, entzückenden Spielzeughalden in der ganzen Wohnung und einer natürlichen Abneigung des Kindes gegen wetteradäquate Kleidung. Kaum stolpert der Nachwuchs aber auf die Schulbühne, geht es los mit den neuen Konfrontationsebenen. Statt des schützenden Nebels einer oder zweier Bezugspersonen gibt es plötzlich Unmengen davon: Lehrer, Assistenzlehrer, Heilpädagogen, Sozialarbeiter und Schulleiter. Universen, von deren Existenz das Kind nicht einmal ahnte.

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