Unsere Highlights 2023 bei Fritz+Fränzi Online - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi
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Unsere Highlights 2023 bei Fritz+Fränzi Online

Lesedauer: 7 Minuten

Ein neuer Social-Media-Auftritt, tiefgründige Texte, wachsende User-Zahlen und ein Newsletter, der durch die Decke geht: Das Online-Team von Fritz+Fränzi hat guten Grund zu feiern.

Redaktion: Maria Ryser und Lisa Groelly
Bild: Unsplash

2023 war für die Online-Redaktion des Schweizer ElternMagazins Fritz+Fränzi ein aufregendes Jahr. Mit unserer noch immer ziemlich neuen Website hatten wir einiges zu tun, ausserdem haben wir eine komplett neue Social-Media-Strategie ausgearbeitet, konnten grosse Recherchen realisieren und fleissig an unserem Newsletter feilen. In diesem Rückblick konzentrieren wir uns auf Social Media, unsere liebsten Online-Texte sowie auf den Newsletter.

1. Social Media

Seit Mitte Jahr haben wir unsere Aktivitäten in den Sozialen Medien stark intensiviert. Seither sind wir auf Facebook, Instagram, LinkedIn, Pinterest, X (ehemals Twitter) und Youtube regelmässig präsent. Optisch haben wir unsere Posts besser strukturiert, aufgefrischt und vereinheitlicht, um einen besonders grossen Wiedererkennungseffekt zu erlangen.

Ausserdem haben wir immer wieder auch Video-Content, beispielsweise indem wir Texte aus dem Heft aufgreifen oder die Kurzversion eines langen Interviews als Video online stellen:

Die Zahlen der Userinnen und User bestärken uns: Seit dem 3. Quartal ist die Tendenz wieder deutlich steigend. Was uns besonders freut: Mitte Dezember haben wir auf Instagram die 5000-Follower-Marke geknackt!

Vielen herzlichen Dank für Ihre Treue!

Hier gelangen Sie direkt auf unsere Social-Media-Kanäle:

Cate Brodersen
ist seit Juni 2023 Social Media Managerin bei Fritz+Fränzi. Sie liebt lange Spaziergänge mit ihrem Hund Loki, gute Gespräche mit Freunden und das Einfangen schöner Momente mit der Kamera. Als gebürtiges Küstenkind ist sie am liebsten am Meer.


2. Unsere Online-Lieblingstexte 2023

«Ich fühle mich oft zwischen Kindern und Karriere zerrissen»

Im Gespräch redet Musikerin Jaël über den Mental Load berufstätiger Mütter, ihre überhöhten Perfektionsansprüche, einen sexuellen Übergriff und warum sich Eltern ihren Altlasten stellen sollten.

Was hat dich dazu bewegt, öffentlich über deine Erschöpfung als Mutter zu reden?

Ich habe viel zu lange gewartet, bis ich mir Hilfe holte. Irgendwann war ich nur noch krank, hatte zwei Bandscheibenvorfälle und war mit den Nerven völlig am Ende. Das muss nicht sein! Ich möchte betroffene Mütter und auch Väter dazu ermutigen, offen darüber zu reden und sich frühzeitig Hilfe zu holen. Schuldgefühle und eine starke innere Richterin sind kontraproduktiv. Ein Schreibaby ist nicht der Fehler der Eltern. 

Ich weiss, dass es reichen würde eine «good enough mother» zu sein. Es wäre für alle entspannter. 

Jaël

Es braucht Mut, zu sagen, dass man als Mutter überfordert ist.

Doch es ist die Voraussetzung, um aus dem Sumpf wieder herauszufinden. Ich dachte lange, dass ich das einfach hinnehmen muss. In meinem Kopf hockten Bilder von Müttern, die mit fünf Kindern aus einem Kriegsgebiet geflüchtet sind. Nur sie hätten ein Recht, überfordert zu sein. Aber doch nicht Jaël Malli mit einem grossartigen Job, einem hilfsbereiten Umfeld und einem einzigen Kind!

Musikerin Jaël Malli fühlt sich mit 43 gelassener: «Ich konnte in den letzten Jahren mit vielem Frieden schliessen.» (Bild: Mirjam Kluka)
Maria Ryser

Maria Ryser
liebt grosse und kleine Kinder, zyklisch leben, Rilke, reinen Kakao, Klangreisen und Kreta. Die gebürtige Bündnerin arbeitet als stv. Leiterin auf der Onlineredaktion und ist Mutter zweier erwachsener Kinder und eines Primarschülers.

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Das Schildkröten-Drama

Die Verhandlungen unserer Kolumnistin und ihrer Söhne um die Anschaffung eines Hundes dauern an, der vorläufige Kompromiss lautet: Besser eine Schildkröte als gar kein Haustier. Wären sie nur kein Bund fürs Leben …

Ein Kinoabend mit «Teenage Ninja Turtles» bringt schliesslich die Entscheidung. Die animierten Schildkröten-Krieger verströmen anscheinend eine gewisse kämpferische Stärke, so etwas wie die Unbesiegbarkeit eines ewigen Tieres. Während sich das irdische Dasein handelsüblicher Haustiere normalerweise innerhalb einer Kindheit erledigt, muss man hier bedenken: Schildkröten werden bis zu 130 Jahre alt! Die älteste Schildkröte soll sogar 190 geworden sein, demnach wären die Dinger, wenn Ben 40 wird, gerade mal in der Pubertät?

«Schildkröten und Teenager sind der perfekte Match», schreibt unsere Kolumnistin Andrea Müller.

Andrea Müller
ist Journalistin, lebt in Hamburg und hat zwei Teenager-Söhne, die sie (oft vergeblich) zu Nicht-Mackern zu erziehen versucht. In Bezug auf den Alltag mit ihren Kindern denkt sie nicht selten: Absurder könnte kein Hollywood-Autor das Leben einer Single-Mom erfinden.

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«Kinder sollen sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengeben»

Der Krieg in Nahost wird auch in sozialen Netzwerken ausgetragen und macht damit nicht halt vor Kindern und Jugendlichen. Medienexperte Thomas Feibel über verstörende Bilder, den richtigen Umgang mit Antisemitismus im Netz und die Rolle der Eltern.

Wie können Eltern verhindern, dass ihre Kinder auf Social Media mit Bildern aus dem Krieg in Berührung kommen?

Das ist leider kein neues Phänomen. In meinen Lesungen und Workshops treffe ich schon seit Jahren auf Kinder ab der zweiten Klasse, die auf ihren Smartphones Aufnahmen von Enthauptungen oder angezündeten Haustieren haben. Sie wollen diese Bilder und Inhalte gar nicht, bekommen sie aber von Älteren zugeschickt. Und sie wissen keinen anderen Rat, als diese Bilder aus Angst schnell weiterzuleiten.

Thomas Feibel ist einer der führenden ­Journalisten zum Thema «Kinder und neue Medien» im deutschsprachigen Raum. Der Medienexperte leitet das Büro für Kindermedien in Berlin, hält Lesungen und Vorträge, veranstaltet Workshops und Seminare. Zuletzt erschien sein Elternratgeber «Jetzt pack doch mal das Handy weg» im Ullstein-Verlag. Feibel ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Für Fritz+Fränzi schreibt er monatlich eine Kolumne. (Bild: Die Hoffotografen)

Sobald Kinder eigene Mobilgeräte besitzen, werden wir nie ganz vermeiden können, dass sie mit schlimmen Inhalten in Berührung kommen. Selbst wenn Eltern mit dem Konto des Netzwerkes ihres Kindes zu Kontrollzwecken verbunden sind.

Wie spreche ich am besten mit meinem Kind darüber, wenn es solche Inhalte zu sehen bekommen hat?

Die Kommunikation mit Kindern über so schwerwiegende Dinge muss vor allem alters- und entwicklungsabhängig stattfinden. Kinder müssen immer wissen, dass sie jederzeit ihre Eltern ansprechen und informieren können, sobald sie im Netz auf verstörende Inhalte stossen. Sie helfen ihnen dann dabei, das Geschehen einzuordnen. Ebenso wichtig ist es auch, die Kinder zu entlasten, indem wir ihnen diffuse Ängste nehmen und ihnen glaubhaft versichern, nicht am Empfang solcher Bilder schuld zu sein. Sie dann gemeinsam zu löschen, kann eine befreiende Wirkung haben.

Wenn wir Toleranz und Mitgefühl vermitteln, sind das die besten Pfeiler, die wir gegen Vorurteile und Diskriminierung setzen können.

Es wäre allerdings illusorisch zu glauben, Kinder vor den Schrecken des Weltgeschehens bewahren zu können. Aber um weder sich selbst noch seine Kinder zu überfordern, rate ich dazu, gemeinsam Kindernachrichten zu schauen, die behutsam und verständlich die kompliziertesten Sachverhalte erklären. Anschliessend kann dann gemeinsam darüber gesprochen werden.

Lisa Groelly

Lisa Groelly
leitet seit Oktober 2022 die Onlineredaktion von Fritz+Fränzi. Sie mag lange Nächte mit Freunden am Küchentisch, Eishockey, schönes Einrichten und Pippi Langstrumpf. Mit ihrem Partner und dem vierjährigen Sohn lebt sie im Baselbiet.

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Was malst du da?

Bei vielen Kindern geht die Freude am Malen irgendwann verloren. Das ist schade. Sich gestalterisch frei auszudrücken, fördert die Kreativität, wirkt entspannend und kann sogar helfen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten.

Wie bei der körperlichen Entwicklung gibt es auch beim Zeichnen gewisse Schritte, die fast alle Kinder vollziehen. So werden zum Beispiel die ersten Darstellungen von Menschen weltweit als «Kopffüssler» dargestellt. Wer kennt ihn nicht, den Kreis mit Strichen – die Arme und Beine – die vom runden Kopf wegführen? 

Zeichnungen eignen sich bestens, um mit einem Kind ins Gespräch zu kommen.

Mit steigendem Bewusstsein und der emotionellen und geistigen Entwicklung von Kindern werden ihre Zeichnungen immer präziser. Ab etwa fünf Jahren spielen dabei gesellschaftliche und kulturelle Einflüsse eine immer grössere Rolle. Deshalb kann ab dem Schulalter kaum noch verallgemeinert werden, welche Entwicklungsschritte «normal» sind. Um ein Gespräch oder eine Anamnese zu ergänzen, werden jedoch für gewisse psychologische Abklärungen gerne spezifische Zeichenaufgaben benutzt.

Debora Silfverberg
hat viele Jahre als Fach- und Leitungsperson in der Familien- und Sozialpsychiatrie gearbeitet. Seit 2020 ist sie mit ihrem Mann und den beiden Töchtern in verschiedenen Ländern Europas unterwegs und schreibt als freie Journalistin und Autorin über gesellschaftliche Themen.

Alle Artikel von Debora Silfverberg

Wenn ein Kind stirbt: Wie Trauerfamilien Halt finden können

Ein Kind zu verlieren, verlangt einer Familie alles ab. Eine Palliativärztin und eine Bestatterin erleben in ihrer Arbeit täglich, welchen Unterschied es macht, wenn Betroffene gut informiert und begleitet werden.

Mira stirbt an einem Freitagmittag. Friedlich und ohne Schmerzen schläft das zweijährige Mädchen, das seit ihrer Geburt an einer seltenen genetischen Krankheit litt, zu Hause in ihrem Bettchen ein. «Du hast den perfekten Zeitpunkt ausgewählt», schreiben die Eltern im Abschiedsbrief an ihre Tochter. «Wir waren als Familie allein und konnten dich in Ruhe verabschieden. Dein Bruder hat untersucht, ob du noch atmest. Mami und Papi haben dich zum letzten Mal gebadet und deine Schwester wählte deine Kleider aus. Du hast wunderschön ausgesehen, wie ein kleiner Engel.»

Aufklärung ist besser als Verdrängen. Wer völlig unvorbereitet in die Sterbephase geht, ist meist viel mehr überfordert.

Eva Maria Tinner, Kinderonkologin

In der Schweiz sterben jedes Jahr rund 400 bis 500 Kinder im Alter zwischen null und achtzehn Jahren. Etwa die Hälfte von ihnen verstirbt im ersten Lebensjahr. Bei Schulkindern und Jugendlichen machen Unfälle fast die Hälfte aller Todesfälle aus. 

Dass der letzte Tag im Leben der kleinen Mira für die Familie so stimmig verlief, ist nicht selbstverständlich und vor allem zwei Frauen zu verdanken: Der Palliativärztin und Kinderonkologin Eva Maria Tinner, 47, und der Bestatterin Eva-Maria Finkam, 46.

Wenn Kinder sterben – Wie Trauerfamilien halt finden können. Eva Maria Finkam und Eva Maria Tinner.
Bestatterin Eva-Maria Finkam (links) und Palliativärztin Eva Maria Tinner verstehen sich als Lotsen auf dem Familienschiff.

Es wirkt ein Leben lang nach, ob man die Tage zwischen Tod und Bestattung bewusst gelebt und nicht nur überlebt hat. Bereut wird im Nachhinein nur, was nicht gemacht wurde.

Eva-Maria Finkam, Bestatterin

Maria Ryser

Maria Ryser
liebt grosse und kleine Kinder, zyklisch leben, Rilke, reinen Kakao, Klangreisen und Kreta. Die gebürtige Bündnerin arbeitet als stv. Leiterin auf der Onlineredaktion und ist Mutter zweier erwachsener Kinder und eines Primarschülers.

Alle Artikel von Maria Ryser


3. Hochkarätiger Newsletter

Unser Newsletter erfreut sich schon seit Jahren grosser Beliebtheit und erreicht mittlerweile eine sensationelle durchschnittliche Öffnungsrate von über 51 Prozent. 2023 haben wir noch einen Zacken zugelegt und erstmals die 60-Prozent-Hürde geknackt. Was für eine Freude!

Der Newsletter wird alle zwei Wochen an knapp 50’000 Empfängerinnen und Empfänger verschickt.

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