Scheidung, Remo Largo und Transkinder: unsere Themen im März
Foto und Video: Florina Schwander
Liebe Leserin, lieber Leser
Das ist der Urwunsch jedes Kindes. Die Realität sieht anders aus. Beinahe jede zweite Ehe wird heute geschieden. Im vorliegenden Dossier «Scheidung» geht unser Autor Andres Eberhard der Frage nach: Wie schaffen es Eltern, nach der Trennung als Familie weiter zu bestehen und sich zum Wohle des Kindes zu verhalten?
«Die Gesellschaft sollte
psychische Leiden ebenso
betrachten wie gebrochene
Knochen, Nierensteine oder eine Grippe – als ganz normales Auf und Ab des menschlichen Lebens.»Aaron Reuben & Jonathan Schaefer, Psychologen,
Duke University, North Carolina, USA
Lukas ist heute Lea, ein 14-jähriges Mädchen mit langen, blonden Haaren. «Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich je als Bub gefühlt habe.» Lea ist ein Transmädchen, ein Mädchen geboren in einem Bubenkörper. Lea ist eines von rund 8000 Kindern in der Schweiz, die sich nicht mit ihrem biologischen Geschlecht identifizieren können.
Mein Kollege Florian Blumer, den ich als neues Redaktionsmitglied von Fritz+Fränzi herzlich begrüsse, hat Lea getroffen. Er erzählt die Geschichte eines Teenagers, der nur einen Wunsch hat: als Mädchen leben zu dürfen.
Vor einem Monat hatte ich Ihnen an dieser Stelle einen Bericht über die Zusammenschulung von Joel mit seinem Begleithund angekündigt. Sie erinnern sich: Der siebenjährige Junge aus Frutigen BE hat das Asperger-Syndrom, eine Variante des Autismus. Er wünscht sich sehnlichst einen Hund, der ihm Sicherheit gibt. Seine Mutter wandte sich an uns mit der Bitte, sie bei der Finanzierung zu unterstützen. Dank Ihren vielen kleinen und grossen Spenden bekamen wir den erforderlichen Betrag zusammen.
Am 12. Februar hätte Joel erstmals mit seinem neuen Begleiter zusammenkommen sollen. Aufgrund eines plötzlichen Todesfalls in der Familie der Hundetrainerin wurde der Termin kurzfristig abgesagt. Wir bleiben dran und werden Ihnen Text und Bilder nachliefern, sobald der Kennenlerntermin hat stattfinden können.
Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Treue. Bleiben Sie uns gewogen.
Herzlichst, Ihr Nik Niethammer