Kinderlos. Und endlich glücklich

Kinder zu haben war einmal ihr Lebenstraum. Doch dieser Traum hat sich auf andere Art erfüllt, als die Journalistin Silvia Aeschbach erwartet hat.
Ich war ein Teenager, 13 Jahre alt, und lag mit einem dicken Schmöker auf meinem Bett. Fasziniert las ich in dem Buch über Astrologie, das ich meiner älteren Schwester gestohlen hatte, die Charakteristik meines Sternzeichens, des Krebses: «Das mütterlichste Sternzeichen von allen. Schicksalsmässig aber auch das Sternzeichen, das am wenigsten eigene Kinder hat. Kompensiert dies, indem es die mütterlichen Gefühle in seinem Umfeld und im Beruf auslebt. Wählt oft jüngere Partner, die es bemuttern kann.»

Entsetzt fragte ich meine Mutter: «Stimmt das?» Sie lachte und nahm mich in den Arm: «Sicher nicht. Du bist, im Gegensatz zu deiner Schwester, die geborene Mutter und wirst mindestens fünf Kinder haben!»

Seit dieser Voraussage sind 40 Jahre vergangen. Im vergangenen Dezember haben meine Schwester und ich Weihnachten gefeiert, ohne meine Mutter, die schon lange gegangen ist, dafür mit ihren erwachsenen Grosskindern, Catherine und Jean-Claude. Die beiden sind mir aus dem Gesicht geschnitten: gross, blond, blauäugig und sommersprossig. Es sind die Kinder meiner dunkelhaarigen Schwester. Meine Begleitung an diesem Abend waren mein Mann und unsere Hunde Louis und Millie.

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