Unsere liebsten Outdoor-Spiele - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi
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Unsere liebsten Outdoor-Spiele

Lesedauer: 5 Minuten

Der Frühling ist da und mit ihm die Lust draussen Zeit zu verbringen. Wir haben uns intern bei Fritz+Fränzi umgehört, welche Outdoor-Spiele Spass machen und ohne grosses Equipment gespielt werden können. Hier kommen unsere Favoriten.

Text: Hanna Lauer
Bild: Rawpixel.com /zVg

Chefredaktor Nik Niethammer spielt mit seinen Kids das «Recycling-Game»

«Einen speziellen Namen hat das Spiel, das ich vorschlage, meines Wissens nicht. Es geht darum, dass ein Spielleiter – ein Erwachsener oder ein Kind –  einer Gruppe von Kindern (es können beliebig viele mitspielen), Aufgaben erteilt. Diese müssen jeweils in einer bestimmten Zeit und selbstverständlich in der freien Natur – am besten eignet sich der Wald – gelöst werden. Die Aufgaben bestehen darin, direkt vor Ort bestimmte Dinge zu suchen und zusammenzutragen.»

Einige Beispiele
Wer findet am schnellsten drei Glitzersteine? Zwei krumme Tannzapfen? Eine Astgabel? Einen Zweig mit Beeren dran? Der Schwierigkeitsgrad kann beliebig erhöht werden: Wer findet am schnellsten einen runden, einen viereckigen und einen dreieckigen Stein? Ein verlassenes Vogelnest? Eine leere Bienenwabe? Und als Höhepunkt: Wer findet am schnellsten drei Dinge, die nicht in den Wald gehören? Die Kinder schleppen dann jeweils erstaunlich schnell Plastikmüll an, Bretter mit Nägel, Überreste von Seilen und Zäunen, etc.

Tipp: Hier empfiehlt es sich übrigens, einen Jutesack mitzunehmen, in dem man die Dinge gleich verstauen und aus dem Wald tragen kann. Das Spiel eignet sich für Kinder im Kindergartenalter und in den ersten Primarschuljahren.

Spielerisch das Nützliche verbinden (Bild: Rawpixel.com)
Nik Niethammer

Nik Niethammer
ist seit 2014 Chefredaktor von Fritz+Fränzi. Er ist Vater eines Sohnes und einer Tochter und lebt in Zürich und in Freiburg im Breisgau.

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5 wilde Ideen mit Strassenkreide von Onlineredaktorin Maria Ryser

«Strassenkreide ist grossartig. Sie lässt sich vielseitig einsetzen, abwaschen und ist supergünstig im Grosshandel erhältlich. Ab zwei Jahren bis weit ins Primarschulalter hinein haben meine drei Kinder fleissig mit Strassenkreide gespielt.»

Diese Wandzeichnung mit Strassenkreide hat mehrere Tage Regenwetter überlebt. (Bild: zVg / Maria Ryser)

Hier unsere 5 Favoriten:

  1. Freies und wildes Malen: auf der Quartierstrasse, dem Trottoir, an Mauern und Zäunen oder Pfosten von Strassenlaternen. Je nach Material (Teer, Metall, Holz) wirkt die Kreide anders.
  2. Das Spiel «Himmel & Hölle» auf die Quartierstrasse malen und gemeinsam spielen (Vorwarnung: Die nächste Generation zeichnet und hüpft das Spiel irgendwie anders. Spannend!)
  3. Strassenkreide nach Farbe sortiert am Boden vermahlen, das Mehl mit Wasser mischen und die verschiedenen Farbpasten als Schminke benutzen (lässt sich ganz einfach wieder abwaschen, versprochen)
  4. Kunst mit Kreide: Restdeko-Material (Bändeli, Knöpfe, Zeitschriften) oder Naturalien (Blüten, Blätter, Grashalme, Plättchen von Tannenzapfen etc.) mit Leim an der Strassenkreide befestigen und ausstellen (mit Eintritt für die Erwachsenen versteht sich…)
  5. Spielen mit Kreide: Die einzelnen Kreiden verwandeln sich in die Lieblingsfiguren der Kinder und erleben draussen viele Abenteuer, bauen sich ein Zuhause, gehen essen, schlafen, tanzen, schliessen Freundschaften, streiten und versöhnen sich.
Wo haben sich die drei Prinzessinnen versteckt? (Bild: zVg / Maria Ryser)
Maria Ryser

Maria Ryser
liebt grosse und kleine Kinder, zyklisch leben, Rilke, reinen Kakao, Klangreisen und Kreta. Die gebürtige Bündnerin arbeitet als stv. Leiterin auf der Onlineredaktion und ist Mutter zweier erwachsener Kinder und eines Primarschülers.

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Schnitzeljagd! Tipp von der stv. Chefredaktorin Evelin Hartmann

«An welcher Stelle finden wir diesen Bildausschnitt? Und wohin führt diese Spur? Schnitzeljagden gibt es in unzähligen Varianten und sind mega beliebt. Wenn auch etwas aufwändig. Doch mittlerweile organisiert unsere Neunjährige mit ihren Freundinnen diesen Kindergeburtstags-Klassiker für ihre jüngeren Geschwister – und das geht natürlich an jedem x-beliebigen Tag. Es braucht dafür eigentlich nicht viel: ein paar gute Ideen für Verstecke, Zettel und Stifte und natürlich: einen Schatz! Das Tolle: spielt das Wetter mal nicht mit, lässt sich der Schatz natürlich auch in der Wohnung verstecken und finden. Für Kinder ab Kindergartenalter bestens geeignet.»

  • Schnitzeljagd
    Die klassische Schnitzeljagd wird so gespielt: Die Mitspieler teilen sich in zwei Gruppen auf: «Verstecker» und «Sucher». Die Versteckergruppe startet mit 15 Minuten Vorsprung. Anhand von Pfeilen aus unterschiedlichen Materialien markieren die Verstecker ihren Weg. Um die Sucher auf eine falsche Fährte zu führen, dürfen selbstverständlich auch Irrwege ausgelegt werden. Die Schnitzeljagd endet, wenn die Verfolgergruppe die Verstecker eingeholt hat oder der Schatz gefunden wurde.
Wir sind auf dem richtigen Weg zum Schatz! (Bild: Rawpixel.com)

Evelin Hartmann
ist stellvertretende Chefredaktorin von Fritz+Fränzi. Sie wohnt mit ihrem Mann und den zwei Töchtern in Luzern.

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«Klassiker bewähren sich immer», sagt Sales Managerin Renata Canclini

«Ich musste zuerst einmal überlegen, was unsere Nachbarskinder heute so spielen, da meine beiden Töchter schon erwachsen sind. Die Mädchen bei uns im Haus haben sich Steckenpferde gebastelt und spielen mit diesen Zirkus im Garten. Oft sehe ich, dass die Kinder von heute auch noch ‚Räuber und Poli‘ so spielen wie früher. Das wird auch von den grösseren Buben sehr gerne gespielt. Unsere Schulkinder im Haus lieben Rollenspiele wie ‚Müetterlis und Väterlis’».

  • «Räuber und Poli»
    Die Kinder teilen sich in zwei Gruppen: Räuber und Polizisten. Die Polizisten zählen gemeinsam bis 100, während sich die Räuber verstecken. Danach beginnen die Polizisten die Räuber zu suchen. Gelingt es ihnen, einem Räuber dreimal auf den Rücken zu klopfen, so ist der gefangen und muss ins Gefängnis mitkommen. Gelingt es aber einem noch freien Räuber, einem Gefangenen dreimal auf den Rücken zu klopfen, so ist dieser wieder frei und darf wegrennen. Das Spiel endet, wenn alle Räuber gefangen sind oder die Polizisten aufgeben.
  • «Müetterlis und Väterlis»
    Das ist ein klassisches Rollenspiel. Hier wird definiert, wer Vater, Mutter, Kind und auch Hund sein darf. Dabei spielt das Geschlecht der Mitspieler keine Rolle. Auch ein Bub kann die Mutterrolle haben. Danach sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Man spielt solange es Spass macht.
«Wer will das Mami sein?» (Bild: Rawpixel.com)
Renata Canclini

Renata Canclini
ist Sales Managerin beim Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi.

«Was lange währt, macht auch heute noch Spass», findet Online-Leiterin Florina Schwander

«Meine Kinder leben gefühlt auf der Strasse. Sie sind so oft draussen, wie es geht. Und so fest sich andere Bereiche ihres Lebens von meiner Kindheit unterscheiden, so fest gleichen ihre Spiele den meinen von früher. Sie spielen wie oben erwähnt «Räuber & Bulle» (woher die Namensabwandlung kommt, weiss ich nicht genau), organisieren Schatzsuchen, spucken Kirschkerne um die Wette oder erfinden einen Hindernisparcours um ein grösseres Gebäude in der Nähe. Wird es einmal gar laut und wild, gebe ich ihnen Kreide und schon wird fleissig gezeichnet oder gemörsert. Was auch immer geht:

  • Jegliche Formen von Fangis: Hier bin ich immer wieder erstaunt, wie sich die unterschiedlichen Arten abwechseln. Aktuell hoch im Kurs: Tannenfangis. Wer gefangen ist, steht wie eine Tanne hin mit ausgestreckten Armen und gespreizten Beinen. Befreit werden kann man dann, indem ein anderes Kind untendurch krabbelt. Oder natürlich Hochfangis; in der Höhe ist man in Sicherheit.
Gute Kombi: Kirschkernspucken und Farbmarkierung mit Kreide. (Bild: zVg)
  • Lumpe lege: Die Kinder stehen im Kreis und jemand geht mit einem «Lumpen» (irgendeinem Tuch oder einer Mütze) herum und lässt diese möglichst unauffällig hinter einem Kind fallen. Dazu singen wir: «Lumpe lege, Lumpe lege, Lumpe isch scho gleit, niemerem öppis gseit». Dann gilt es, möglichst schnell wieder zu seinem Platz zurückzukommen, ohne dass das andere Kind mit dem Lumpen einen einholt. Schafft man das, kriegt das andere Kind das Tuch, ansonsten muss man nochmal selber die Runde machen.
  • Zeitungslesen: Ein Kind dreht sich um und tut so, als ob es Zeitung lesen würde. Dreht es sich um, müssen die anderen wie versteinert dastehen. Bewegt sich jemand, muss es wieder zurück zur Startlinie. Wer es schafft, den oder die Zeitungsleserin zu berühren, ohne dass er oder sie es bemerkt, hat gewonnen und darf zum nächsten Zeitungsleser werden. Geht übrigens auch auf der Schlittschuhbahn.

Mein Ziel für diesen Sommer ist es, meine Tochter und die Jungs zum «Elästerlä», also Gummitwist zu bringen. Ich habe es geliebt als Kind, habe aber die genaue Abfolge vom Zehnerli vergessen. Wenn jemand noch weiss, wie genau die geht, bitte melden!»

Florina Schwander
mag Kinder, Geschichten, Pflanzen, Kaffee, Flipflops und Code. Sie ist Mutter einer Tochter und von Zwillingsjungs im Primarschulalter.

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«Wenn schon Spiele, dann am liebsten Kubb», sagt stv. Online-Leiterin Hanna Lauer

«Ich bin nicht so der Spiele-Typ, aber Kubb finde ich grossartig! Das sogenannte Wikingerschach wird auf dem Rasen im Park, im Garten oder einer Grünanlage gespielt. Es geht ewig, denn obwohl es einfach aussieht, braucht es eine gewisse Geschicklichkeit und Strategie.»

Wie spielt man Kubb?
Es werden zwei Mannschaften à zwei bis sechs Spielerinnen und Spieler gebildet. Die Spielfeldgrösse beträgt 5 x 8 Meter. Die Teams versuchen jeweils die Holzklötze (Kubbs) des gegnerischen Teams mit runden Wurfhölzern zu treffen. Der König steht in der Mitte des Spielfeld und darf erst umgeworfen werden, wenn alle Kubbs des gegnerischen Teams bereits gefallen sind. Wer zuerst alle Kubbs auf der Spielhälfte der gegnerischen Gruppe und den König getroffen hat, hat gewonnen.

Eine Spielanleitung

Hanna Lauer
arbeitete bis September 2022 in der Onlineredaktion. Das zweite Zuhause der gebürtigen Zürcherin ist der Käferberg, sie tanzt gern Zumba und züchtet Sauerteig-Kulturen.

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