Wenn Kinder keine Freunde finden

Noemi, 9, steht am Fenster und schaut in den Hof hinunter, wo die anderen Kinder aus der Nachbarschaft Gummitwist und Verstecken spielen. «Geh doch runter und frag, ob du mitmachen kannst», sagt die Mutter. Noemi zuckt zusammen: «Ich muss noch Hausaufgaben machen.» Noemis Mutter versteht die Welt nicht mehr: «Das kannst du doch später erledigen. Geh einfach zu ihnen hin und frag, ob du mitspielen darfst. Was soll denn dabei schon passieren?»
Bevor Sie sich als Elternteil unnötig Sorgen machen, sollten Sie sich die Frage stellen, ob Ihr Kind unter der Situation leidet. Nicht für alle Kinder haben Freundschaften den gleichen Stellenwert. Manche Kinder blühen in der Gruppe auf, andere fühlen sich alleine oder mit ein, zwei vertrauten Freunden wohl.

Introvertierte Kinder sind beispielsweise gerne in Kontakt mit anderen Kindern, benötigen jedoch mehr Zeit für sich, um sich zu regenerieren. Während extrovertierte Kinder in der Gruppe Energie auftanken, laden introvertierte Kinder ihre Batterien auf, wenn sie alleine lesen oder zusammen mit einem einzigen vertrauten Gspänli draussen sind, Lego spielen oder etwas entdecken.

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